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SteffenshofHühner trainieren für Ostern

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Romaney – Der Osterhase wohnt in Kuckelberg. Zumindest sein Filialleiter, der für die Befüllung der bunten Osternester mit den traditionellen Hühnererzeugnissen zuständig ist. Und auch für die 1440 Eier, die bei der Aktion „Das Goldene Ei“ unters Volk gebracht werden.

Schon seit vier Generationen steht der Bauernhof der Familie Steffens im Zeichen des Huhnes, heute auch in Form eines Logos, das ein quickes Huhn in Latzhose zeigt – also in Arbeitsmontur: Denn beschauliches Landleben hin, idyllisches Bild her, gefaulenzt wird hier nicht, auch nicht vom Federvieh, das buchstäblich am Fließband Eier produziert.

Die Vögel sind nämlich so trainiert – und dafür braucht’s eine dreiwöchige Einarbeitungszeit der Jungtiere – dass sie zum Legen eine Gasse abgedunkelter gemütlicher Kabinette aufsuchen. Aus denen kullert das huhnwarme Ei sofort aufs Fließband zum Sortierraum. Die Eier kommen also zum Bauern, er muss sie nicht suchen, das kann er den Kindern am Osterfest überlassen. „Bei 5000 bis 6000 Eier am Tag wäre das auch nicht zu schaffen“, sagt Betriebschef Johannes Steffens.

Für 13 000 Legehennen ist theoretisch Platz in den modernen Stallvolieren, doch in der Regel ist nur die Hälfte belegt. Um die 8000 Hennen bevölkern dann die Ställe und die große Auslauffläche hinter dem Hof. Wer sich bei Sonnenschein nähert, kann das Gemurmel der Tiere schon hören, bevor er die braunen Federwolken sieht, die über den Südhang wogen.

1000 nummerierte rote und blaue Eier, die der Geflügelhof Steffens gestiftet hat, gilt es bei der Aktion „Das Goldene Ei“ von BLZ und Kreissparkasse Köln am Samstag, 12. April, ab 12 Uhr auf einer zuvor abgesperrten Wiese im Park von Schlosshotel Lerbach zu suchen. Bereits um 11 Uhr beginnt das Rahmenprogramm mit Streichelzoo, einem Kinderparcours – vom Schminkstand bis zur Hüpfburg –, Clown Francesco und einer Kinderwiese, auf der Kinder bis sieben Jahre bunte Eier suchen dürfen. (wg)

Wenn dann das braune Meer schlagartig in Bewegung gerät und auf das Haus zu schwappt, dann wiegt sich die gabelschwänzige Silhouette des Milans in der Luft. Der ist zwar für Hühner ungefährlich, aber Raubvogel ist Raubvogel. „Die Hühner mögen es grundsätzlich nicht, wenn was über sie hinweg fliegt. Das gilt sogar für Flugzeuge“, kennt Steffens sein Dienstgeflügel.

Obwohl Eier das Kerngeschäft sind, hat sich der Bauernhof längst zum Stützpunkt einer ganzheitlichen Ernährungskultur entwickelt. Ganzheitlich heißt hier: Lebensmittel beim Erzeuger kaufen, der mit Namen und Gesicht für die Qualität und akzeptable Produktionsbedingungen einsteht. Im Hofladen, den Ehefrau Mareike managt, werden nicht nur Eier und Hühnerfleisch aus eigener Produktion bis hin zu Halbfertiggerichten angeboten. Auch Obst und Gemüse sowie Brot aus der eigenen Backstube, in der Vater Franz-Josef den Teig knetet, gehen über die Theke. Und wie das Ei zum Bauern, kommt der Laden auch zum Kunden: Auf dem Wochenmarkt kann der direkt beim „Eiermann“ aus Kuckelberg kaufen.

„Ohne Direktvermarktung könnten wir die Landwirtschaft direkt an den Nagel hängen“, stellt Mutter Erika fest. Das Komplettpaket Geflügelhof lässt sich nur stemmen als Familienbetrieb, in dem mehrere Generationen anpacken – die nächste steht schon bereit: Die 18 Monate alte Klara genießt das Aufwachsen auf dem Bauernhof – und ein Geschwisterchen ist auch unterwegs.