Auf der A1 bei Wermelskirchen ist in der Nacht ein folgenschwerer Unfall passiert. Mehrere Schweine verendeten.
„Mehrere Tiere kamen zu Schaden“Schweine-Transporter verunglückt – A1 in Richtung Köln am Mittag wieder frei

In Ersatzfahrzeuge wurden die Tiere umgeladen, die den Unfall überlebten.
Copyright: Feuerwehr Wermelskirchen
Ein umgekippter Schweinetransporter hat in der Nacht zu Dienstag auf der A1 zwischen Wermelskirchen und Burscheid für einen stundenlangen Großeinsatz und massive Verkehrsprobleme bis weit in den Vormittag gesorgt. Mehrere Tiere verendeten noch an der Unfallstelle, zahlreiche weitere mussten von Veterinären eingeschläfert werden. Für Einsatzkräfte und Helfer bot sich ein erschütterndes Bild.

In der Nacht von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gekippt ist der Tiertransporter.
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Nach Angaben der Polizei war der mit rund 170 Schweinen beladene Lastwagen gegen 0.10 Uhr in Fahrtrichtung Köln unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam, in den Grünstreifen geriet und umkippte. Der 43-jährige Fahrer des Scania-Lastwagens erlitt leichte Verletzungen und wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Etliche Tiere überlebten den schweren Unfall auf der Autobahn nicht
Als Feuerwehr, Polizei und Veterinäramt eintrafen, lagen zahlreiche Tiere eingeklemmt oder verletzt auf der Ladefläche des auf der Seite liegenden Transporters. Mehrere Schweine waren bereits verendet. Andere Tiere mussten laut Polizei aufgrund ihrer schweren Verletzungen vor Ort getötet werden. Über Stunden hinweg versuchten Einsatzkräfte gemeinsam mit Veterinären, die überlebenden Tiere aus dem zerstörten Transporter zu bergen und in Ersatzfahrzeuge umzuladen.

Feuerwehrleute geleiten die Schweine, die den Unfall überlebt haben, in ein Ersatzfahrzeug.
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„Nach rund sieben Stunden befanden sich alle lebenden Tiere im neuen Transporter“, so ein Feuerwehrsprecher. „Rund 50 Tiere verendeten leider an der Unfallstelle.“
Feuerwehr Wermelskirchen war die gesamte Nacht über im Einsatz
Die Feuerwehr Wermelskirchen war die gesamte Nacht im Einsatz. Wegen der belastenden Eindrücke wurde auch ein Team der Psychosozialen Unterstützung (PSU) alarmiert, das Einsatzkräfte betreute. Die Szenen an der Unfallstelle mit den verletzten und sterbenden Tieren hätten viele Helfer stark mitgenommen, hieß es aus Einsatzkreisen.

50 der 170 Schweine verendeten an der Unfallstelle oder waren so schwer verletzt, dass sie getötet werden mussten.
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Für Autofahrer hatte der Unfall erhebliche Folgen. Die Polizei sperrte die A1 in Richtung Köln zwischen den Anschlussstellen Wermelskirchen und Burscheid vollständig und leitete den Verkehr ab Wermelskirchen um. Im morgendlichen Berufsverkehr bildete sich ein mehrere Kilometer langer Rückstau. Erst gegen 10.40 Uhr konnten die Sperrmaßnahmen wieder aufgehoben werden.
Während Spezialfirmen den schwer beschädigten Lastwagen bargen, dauerten die Ermittlungen zur Unfallursache an.
