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Vier Tage Musik im Leichlinger StadtparkDas Grammo-Festival ist schon Kult

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Das Trio Triple Sec ging am Samstagabend im voll besetzten Stadtpark auf Reise durch die Musikgeschichte.

Leichlingen – Schon von weitem waren die jazzigen Töne von „Super Strut“ in der Leichlinger Innenstadt zu hören. Soulig und kraftvoll erfüllte die Stimme von Sängerin Cinja Pausewang den Stadtpark der Blütenstadt am dritten Tag des Grammo-Festivals. Bereits zum elften Mal haben Fritz Rüber und David Wray das viertägige Musikfestival auf die Beine gestellt – und dies wieder mit Erfolg: Der Stadtpark war voll mit gut gelaunten Besuchern, die Bierbänke waren besetzt und die Stimmung heiter.

Für ein Plätzchen im Trockenen war im Stadtpark gesorgt, aber das Wetter meinte es gut mit dem Grammo-Festival.

Insgesamt zwölf Bands spielten von Freitag bis Montag auf der Bühne im Herzen Leichlingens. Claudia Meiser hat das Pfingst-Festival über mehrere Tage besucht und zeigte sich begeistert von den Bands: „Ich freue mich, dass so etwas hier stattfindet“, erklärte sie. „Die Vielfalt der Musik spricht viele an und eigentlich ist für jeden etwas dabei“, lobte Meiser das Festival, das neben Rockmusik auch Funk, Jazz, Pop und Oldies abdeckte. Alles bei freiem Eintritt.

Cocktails, Crêpes und eine Hüpfburg

Die hungrigen und durstigen Besucher wurden mit antialkoholischen Cocktails, Bier, Wein, Pommes, Crêpes und Pizza versorgt. Und für Kinder war eine Hüpfburg aufgebaut.

Das Organisationsteam, dem Leichlingen das Festival zu verdanken hat: (v.l.) Fritz Rüber, Joshua Mers, Lea Mers und David Wray.

Nach dem Auftakt mit Southern-Rock am Freitagabend, einem Samstag voller Pop und Blues und den erdigen Klängen von „Super Strut“ eroberten am Sonntagabend „Jim Button’s“ aus Langenfeld die Bühne. Trotz Stimmung machender Rockmusik tat sich das Publikum anfangs etwas schwer mit Klatschen und Tanzen, doch nach wenigen Liedern kam Bewegung in die Menge.

Jim Button’s spielte eine gut ausgewählte Mischung aus Rockklassikern und Funk-Liedern von Kings of Leon bis Bruno Mars. Besonders gut kam die rockige Version des Pop-Hits „Larger than life“ der Backstreet Boys beim Publikum an – eine Interpretation des Liedes, die fast besser war als das Original aus den Neunzigern.

Der Sänger der Button’s, Thorsten „Totti“ Kruck, nimmt im Moment eine kurze Auszeit und wurde beim „Grammo“ von Esad Bikic vertreten, der die Stimmung beim Publikum souverän einheizte. Zwei Zugaben spielten die Button’s, bis schließlich aufgrund der Uhrzeit die Musik ausgemacht werden musste.

Cinja Pausewang, die Sängerin der Funk-Gruppe Super Strut.

Die Veranstalter des Grammo-Festivals, Fritz Rüber und David Wray, freuten sich über die gute Laune bei den Besuchern. Zum ersten Mal war in diesem Jahr auch Rübers Sohn Joshua bei der Organisation mit dabei. „Damit die Reise vom Festival noch lange weiter geht, bin ich stolz, dass mein Sohn nun mit im Management ist“, erklärte Rüber.

Der 21-Jährige macht zurzeit eine Ausbildung bei der Kreissparkasse in Leichlingen. Besonders die Bandauswahl sei eine Herausforderung, fand er. Jede Gruppe, die beim „Grammo“ auftritt, hat sich das Organisationsteam vorher live angeschaut. „Wir haben immer gerne lokale Bands. Die meisten kommen aus Leichlingen, Witzhelden, Leverkusen und Solingen“, so Wray.

Das Wetter spielt meistens mit

Das Team war mit dem Verlauf des Festivals mehr als zufrieden. „Ich war am Freitag ein wenig besorgt wegen des etwas verregneten Starts, aber dann ist es ja doch noch sehr gut geworden. Mit dem Wetter hatten wir in den letzten Jahren wirklich immer Glück und es sind immer viele Leute gekommen“, meinte Rüber erfreut darüber, dass alles glatt lief. Er schätzte die Besucherzahl bei den Button’s auf 1000 bis 1500. Einziger Zwischenfall: Der Wein sei Sonntagabend ausgegangen.

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Der Name des Festivals ist angelehnt an die ehemalige Leichlinger Kultkneipe Grammophon, die Fritz Rüber lange Zeit an der Uferstraße betrieben hat. Dort gab es im kleineren Rahmen Konzerte und mit Stammgast David Wray entstand die Idee, etwas Größeres zu organisieren. „David ist selber Musiker und hat ein feines Gehör dafür, welche Band gut ist“, sagte Rüber. Heute hat auch das Festival, das mit Blues von den Leverkusenern Peter Nonn und Peter Lorenz endete, schon Kultstatus in Leichlingen. Dass es das Open-Air-Konzert im kommenden Jahr wieder geben wird, ist für Rüber keine Frage. „Es wird definitiv ein zwölftes Grammo im nächsten Jahr geben.“