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Rhein-BergWie fahrradfreundlich sind die Kommunen im Bergischen?

2 min
Autos in einer Schlange, daneben eine digitale Infosäule für Radfahrer

Von September bis November können Bürgerinnen und Bürger im Kreis den Radverkehr bei sich vor Ort bewerten.

Der Fahrradclub ADFC stellt in seiner Umfrage diesmal spezielle Fragen für Kinder und Jugendliche

Wie fahrradfreundlich sind die Kommunen? Diese Frage stellt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bei seiner deutschlandweiten Umfrage „Fahrradklima-Test“ (FKT) auch wieder im Rheinisch-Bergischen Kreis. Ab 1. September können Bürgerinnen und Bürger den Radverkehr bei sich vor Ort bewerten. Und es gibt wieder ein Schwerpunktthema: Dieses Mal gibt es zusätzliche Fragen speziell für Zehn- bis 20-Jährige zu ihren Radfahrgewohnheiten und den besonderen Bedingungen in ihrem Umfeld. Wie häufig fahren sie Rad? Wofür nutzen sie das Rad am häufigsten? Ist das Radfahren für sie sicher? Gibt es vor Ort Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung? Gibt es genug Rad-Parkmöglichkeiten an Kindergärten, Schulen und Freizeitorten? Was würde ihnen helfen, sich sicherer zu fühlen? Was müsste sich ändern, damit sie überhaupt Radfahren?

An der Befragung können sich auch die Kommunen selbst beteiligen. So haben Verwaltungen die Möglichkeit, ihre Anstrengungen zur Radverkehrsförderung zu dokumentieren: Welche Mittel werden vor Ort bereits eingesetzt? Wie sehen Mobilitätskonzepte und -strategien aus? Welche Maßnahmen zur Radverkehrsförderung und Arbeitsorganisation wurden bereits ergriffen? Die Umfrage, so der ADFC, mache damit die „Fahrradfreundlichkeit eines Ortes aus der Perspektive von Erwachsenen, Jugendlichen und Kommunen sichtbar“.

Zuletzt landeten die Kommunen auf den hinteren Plätzen in ihrer Größenklasse

Die Ergebnisse, so hofft der Fahrradfahr-Club, könnten den Kommunen bei gezielten Maßnahmen helfen, um den Radverkehr bei sich zu stärken. Zugleich seien Vergleiche mit anderen Orten und eine Erfolgsbewertung der Radverkehrsförderung möglich. Die Umfrage ist vom 1. September bis zum 30. November freigeschaltet.

Bei der letzten Befragung 2024 schnitt in Rhein-Berg Odenthal am besten ab: Die Gemeinde erreichte eine Gesamtbewertung von 3,9 und schaffte es damit in ihrer Größenklasse ins Mittelfeld. Alle anderen Kommunen aus der Region landeten mit ihren Noten abgeschlagen auf den hinteren Plätzen in ihrer Größenklasse: Rösrath und Overath jeweils 4,4, Bergisch Gladbach 4,5 und Kürten 4,6. Damit die Antworten ausgewertet werden, gibt es, je nach Größe der Kommune, Mindestteilnehmerzahlen. Der FKT findet 2026 zum zwölften Mal statt. Die Ergebnisse der Umfrage werden im Frühjahr 2027 veröffentlicht.