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Abschied von Pfarrer SteinröderAls Privatvikar weiter für die Seelsorge wirken

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Hürth – Bereits Anfang dieses Jahres hatte Pfarrer Reinhold Steinröder die Gemeinden informiert, dass er zum 1. Februar ins Glied zurücktreten werde und dass nur noch Pfarrvikar sei. Bislang war er Leiter des Pfarrverbands Hürther Ville mit den Pfarrgemeinden St. Wendelinus Berrenrath, St. Martinus Fischenich, St. Katharina Alt-Hürth und St. Johannes Baptist Kendenich gewesen. Bis zum Sommer werde er aber als Pastor im Pfarrbereich tätig bleiben. Erklärt wurde die Veränderung mit dem neuen Pastoralkonzept für die Stadt Hürth, das seit 1. Februar 2015 gilt und wonach Dechant Michael Tillmann nun leitender Pfarrer (Stadtpfarrer) aller neun Hürther Pfarrgemeinden ist.

Nach der Fronleichnamsprozession am Donnerstag war für Steinröder und die Gemeinde der Abschied gekommen. Der Geistliche las den Schlusssegen auf dem Hof des Goldenberg-Kollegs und lud danach alle Anwesenden zur gemeinsamen Feier ein. Unter ihnen auch viele Vertreter der Vereine. Pastor Reinhold Steinröder, der vor 66 Jahren in Kevelaer geboren wurde und in Grevenbroich-Elsen aufwuchs, studierte Theologie in Bonn, Freiburg und am Kölner Priesterseminar. Als Diakon wirkte er 1974/75 in Stommeln, wurde 1975 in Köln zum Priester geweiht. Als Kaplan kam er nach Delbrück, seine weiterer Weg führte ihn als Pfarrer über Bergheim-Glessen und Büsdorf nach Kerpen-Sindorf und 1992 nach Düsseldorf-Eller. Hier wurde ihm auch 1994 das Amt des Diözesanpräses der kirchlichen Schützenbruderschaften angetragen, das er bis heute ausübt und im Herbst abgeben wird. Zuständig war er für rund 340 Bruderschaften. Im Jahr 2000 kam er als Nachfolger von Pfarrer Franz Decker und leitender Pfarrer zum Pfarrverband Hürther Ville, dem seit 2005 auch die Gemeinde Kendenich angehört.

Bald 40 Jahre Priester

Mit der offiziellen Verabschiedung nach der Fronleichnamsprozession hört für Pfarrer Reinhold Steinröder aber das Feiern in diesem Jahr noch nicht auf. Am 24. Juni wird in Kendenich Jubiläum begangen: Dann ist er 40 Jahre Priester. Steinröder wird in Zukunft als Pfarrvikar in der näheren Nachbarschaft tätig sein, kann aber nach Abstimmung mit seinem Kölner Arbeitgeber weiterhin in seinem vertrauten Umfeld in Hürth wohnen bleiben. „Acht Umzüge habe ich hinter mir, ich glaube, das reicht für ein Leben“, so Steinröder, der sich freut, dass ihm mit der neuen Tätigkeit mehr Zeit für die Seelsorge bleibt. „Als leitender Pfarrer war ich doch sehr im administrativen Bereich eingespannt.“