Ausschuss beschließt KonzeptSo will Bergheim das Klima schützen

Die Grünen setzen auf Windenergie, wie hier auf der Fischbachhöhe.
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Bergheim – Es hat zwar etwas länger gedauert, als vom Antragssteller, den Bergheimer Grünen, erhofft, aber der Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität hat sich dafür ausgesprochen, das Klimaschutzkonzept der Stadt Bergheim von 2010 fortzuschreiben. Der Stadtrat muss das Konzept noch beschließen.
Teil des Beschlusses ist, dass die Verwaltung ein Klimaschutz-Controlling aufbaut. Über Einzelbeschlüsse sollen in den entsprechenden Gremien beraten und entschieden werden. Außerdem soll ein Klimaschutzmanager oder eine Klimaschutzmanagerin eingestellt werden. Dafür müssen noch Fördermittel beantragt werden.
Energie und Kosten sollen eingespart werden
2009 war in der Stadt Bergheim zum ersten Mal ein „Integriertes Klimaschutzkonzept“ aufgestellt worden. Für die Fortschreibung sind sechs Felder festgelegt worden: Grundlagen-Projekte, Kommunale Gebäude und Anlagen, Stadtentwicklung, Mobilität, Kommunikation nach außen und Klimaanpassung.
Im Maßnahmenkatalog des Konzeptes findet sich unter anderem das Thema Energetische Sanierung des kommunalen Gebäudebestandes. Davon erhofft sich die Stadt langfristig Energie- und Kosteneinsparungen. Heizungs- und Beleuchtungstechnik sollen fortlaufend erneuert werden. Um den Heizungsbedarf zu minimieren, soll auch geprüft werden, welche Gebäudehüllen energetisch saniert werden können.
Bergheim: Photovoltaik auf kommunalen Dächern
Dafür sollen nachhaltige Baustoffe wie Holz und Recyclingmaterialien berücksichtigt werden, außerdem die Rückbaufähigkeit. „Im Zuge dessen sollte ebenfalls die Installation von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf kommunalen Dachflächen geprüft werden“, heißt es in dem Konzept weiter.
Die Grünen setzen bei der künftigen Energiegewinnung besonders auf die Windenergie: „Ohne den Ausbau der Windenergie keine Energiewende und kein Klimaschutz“, hatte Fraktionschef Hirseler zuletzt gesagt. Grundsätzlich hatten die Grünen schon bei der Verabschiedung des Haushalts bemängelt, dass zu wenig Geld für die Umsetzung der möglichen Klimaschutzmaßnahmen eingestellt worden seien. Ihr Antrag, die im Konzept dargestellten Mittel jährlich in den Haushalt einzustellen, wurde angelehnt.
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Die FDP-Fraktion hatte in einer Stellungnahme ihre Zustimmung damit begründet, dass „die Stadt Bergheim endlich handelt und nicht mehr nur redet“. Gleichzeitig, das hatten auch die Grünen gefordert, müssten die Ziele auch in überregionale Kontexte eingebettet werden. Und die FDP schlägt ein Klimaparlament vor, das alle zwei Jahre tagen soll.



