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Mit GastronomieDas sind die Pläne des Investors für das historische Rathaus in Bedburg

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Auf dem Bild ist eine Gruppe von Menschen auf dem Marktplatz zu sehen.

Beim CDU-Feierabend-Verzäll auf dem Marktplatz informierten (v.r.) Wolfgang Esser, Kristina Prelec, Denis Görtz und Michael Stupp über die Sanierungspläne für das historische ehemalige Rathaus. 

Denis Görtz stellte die Pläne vor: Gedenkraum für Familie Franken, städtische Büros, Wohnungen und eine Gastronomie mit Terrasse am Erftufer.

Seit Jahren steht die weithin bekannte Immobilie am Markt leer. 1760 als Prachtbau der Familie Oeppen errichtet, war das Gebäude seit 1880 Wohnhaus der jüdischen Kaufmannsfamilie Franken und von 1939 bis 2020 (Teil-)Sitz der Stadtverwaltung. Jetzt soll das historische Rathaus einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Investor Denis Görtz und Planerin Kristina Prelec erläuterten beim CDU-Feierabend-Verzäll auf dem Marktplatz die Pläne. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger waren auf den Markt gekommen, um sich vom Biergarten des Marktstübchens aus mit direktem Blick auf das ehemalige Rathaus die Planungen, die im Juli vom Rat einstimmig begrüßt worden waren, näher vorstellen zu lassen.

Bedburg: Pulheimer Immobilienmakler überzeugte den Stadtrat

Der Pulheimer Immobilienmakler Görtz, privat in der Stadt beheimatet, erzählte, dass er vor eineinhalb Jahren bei einem Bier auf dem Marktplatz sinniert habe, was aus dem denkmalgeschützten Gebäude zu machen sei. Er trat dem Gedanken näher, sprach mit Stadt und Denkmalbehörden und überzeugte den Stadtrat.

Kristina Prelec, Planerin im Hause Görtz, stellte erste Details vor. Demnach soll der Anbau abgebrochen werden, wodurch Raum für einen Zugang zu einer Brücke entsteht, die demnächst über die Erft zum Schlosspark führen soll. Im Altbau, dessen Fassade unverändert erhalten werden soll, sind im Parterre ein Gedenkraum für Familie Franken, städtische Büros und eine Gastronomie mit Terrasse am Erftufer geplant. Die zwei Obergeschosse sollen zu je zwei Wohnungen mit je 50 bis 60 Quadratmetern umgestaltet, das Dachgeschoss zu einer Wohnung ausgebaut werden.

Die Preise werden sich wegen des hohen Sanierungsaufwands an Neubaupreisen orientieren
Denis Görtz, Investor

„Die Preise werden sich wegen des hohen Sanierungsaufwands an Neubaupreisen orientieren“, sagte Görtz auf Nachfrage aus dem Publikum. Zur Restaurierung der Fassade soll ein Gerüst aufgestellt werden. Die weiteren Arbeiten, darunter auch der Abbruch des Anbaus, sollen von der Rückseite des Hauses erfolgen, „damit der Marktplatz wenig Störungen zu ertragen hat“, so Prelec. Ein Baukran soll dazu über den First in den Hinterhof gehoben werden. Bis zum Jahresende sollen die Planungen abgeschlossen sein.

Dann plant Görtz zwei Jahre für die Bauarbeiten ein. „Wir müssen auf die Zähne beißen“, sagte CDU-Ortsgruppen-Vorsitzender Wolfgang Esser. Neben der Rathaussanierung stehe in der Innenstadt ab dem nächsten Jahr die Umgestaltung des Krankenhausareals und die erneute Bergschadensanierung der St.-Lambertus-Kirche an.

Fraktionsvorsitzender Michael Stupp, der den Feierabend-Verzäll bei freien Getränken („Der Deckel geht auf uns!“) moderierte, konnte zum Schluss noch ein originelles Angebot unterbreiten: Die Besuchenden waren eingeladen, sich im Hinterhof des Rathauses, der wie ein „Lost Place“ anmutet, an einem Fahrradständer kostenlos zu bedienen. Dort stehen rund 40 Fund-Fahrräder, teils sogar mit Kindersitzen, deren amtliche Verwahrzeit seit Jahren abgelaufen ist. Einige der angestaubten Drahtesel fanden so tatsächlich neue Besitzer.