Das defekte Rotorblatt hat sich gelöst, als der Hersteller die Anlage bewegt hat. Noch immer gilt ein Sicherheitsradius.
Windpark A44nGeborstener Windradflügel bei Bedburg ist abgebrochen

Dem Betreiber Nordex ist es am Montag, 26. Januar, gelungen, das gebrochene Rotorblatt „zu Boden zu bringen“.
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Der gebrochene Windradflügel ist ab. Wie das Unternehmen Nordex mitteilt, ist das Rotorblatt am Montagvormittag, 26. Januar, „zu Boden gebracht“ worden. Gebrochen war einer der drei Flügel am 7. Januar, bei winterlicher Witterung. Die übrigen vier Windräder im Windpark „Bedburg A44n“ waren vorsorglich stillgelegt worden, die Autbahn A44n, die am Tagebaiu Garzweiler vorbeiführt, hatte für mehrere Stunden aus Sicherheitsgründen gesperrt werden müssen.
Das defekte Bauteil, 74 Meter lang und über 19 Tonnen schwer, ist ohne direkten Einsatz von Maschinen oder Arbeiten vom Rotorkopf gelöst worden. „Das Rotorblatt ist zu Boden gegangen, als der Rotor bei den Arbeiten im Rahmen des mit den Behörden abgestimmten Sicherheitskonzeptes zur Entfernung des Blattes, planmäßig in Position gedreht wurde“, sagt Felix Losada, Sprecher des Herstellers Nordex.
Bedburg: Laut Hersteller keine Gefahr für Personen oder Anlage
Wäre das Rotorblatt bei dieser Aktion nicht abgefallen, „dann wäre es maschinell abgetrennt worden“, sagt Losada. Zu keinem Zeitpunkt habe bei den Arbeiten eine kritische Situation für Personen oder die Anlage bestanden.
„Aufgrund der Witterungsverhältnisse konnten die Arbeiten nicht eher erfolgen“, sagt Losada. Die Nordex Group untersucht jetzt parallel zu den Bergungsarbeiten „in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden und Experten die Ursache des Rotorblattabbruchs“. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Windradflügel besteht aus faserverstärkten Verbundmaterialien und wird laut Nordex nun entsorgt.
Der Sicherheitsradius von 400 Meter um das Windrad gilt nach wie vor, und noch immer bewacht ein Sicherheitsdienst die Anlage rund um die Uhr.

