Eine Umplanung für eine höhere Aufstockung der Turnhalle wird den Umbau der Kirchhertener Grundschule deutlich verzögern.
SchullandschaftStadt Bedburg strebt weitere Erweiterung der Grundschule Kirchherten an

In Containern an der Geschwister-Stern-Grundschule findet derzeit wegen des Umbaus der Unterricht statt. Nun erwägt die Stadtverwaltung, auf die Turnhalle (links hinten) zwei Stockwerke aufzusetzen.
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Die Stadt Bedburg geht in Sachen Geschwister-Stern-Grundschule in Kirchherten ganz auf Risiko. Die 2024 begonnenen Arbeiten werden dafür allerdings wohl wegen einer Umplanung gestoppt werden müssen. Grund ist, dass die seit 2024 laufende Erweiterung wohl nicht ausreicht, zumindest nicht nach Ansicht der neuen Schulleiterin – und die Turnhalle nicht nur um ein, sondern nun um zwei Stockwerke erhöht werden soll. Unterrichtet wird derzeit in klimatisierten Containern.
Klaus Brunken, Leiter des Fachdienstes für Schule, Bildung und Jugend, informierte im Schulausschuss über die Fallstricke des Kurswechsels. Die Aufstockung um eine weitere Etage könne nur umgesetzt werden, wenn ein geänderter Bebauungsplan Rechtskraft erlangt und wenn es für das Vorhaben Fördergeld gibt. „Sollte eines davon nicht klappen, kann das zusätzliche Stockwerk nicht realisiert werden“, sagt Brunken.
Bedburg: Eigenanteil für die Stadt liegt bei nur 100.000 Euro
Ohne die Förderung gehe es nicht, denn es sei mit zusätzlichen Kosten von rund zwei Millionen Euro zu rechnen. Bei einer Förderung von 95 Prozent bliebe für die Stadt nur noch ein Eigenanteil in Höhe von 100.000 Euro. „Das ist eine Summe, die wir bei den restlichen Ausgaben in dem Projekt sicher problemlos einsparen können“, sagt Brunken.
Zum Umdenken kam es mit einem Wechsel in der Schulleitung. Die neue Schulleiterin habe auf Defizite in der Planung aufmerksam gemacht. So fehle etwa ein Sanitätsraum, und für das neue Lehrerzimmer sei von der Vorgängerin in der Bedarfsplanung eine zu geringe Größe angegeben worden. Und mit mehr Platz in den Klassenräumen sowie mehr eigenen Räumen für die Offene Ganztagsschule (OGS) sollen sich der reguläre Schulbetrieb und die OGS nicht in die Quere kommen.
Die bisherige Schule verfügte über eine Größe von 920 Quadratmetern. Nach der umgeplanten Erweiterung soll sie nun über 1700 Quadratmeter verfügen – 200 Quadratmeter mehr, als ein externer Berater für eine zweizügige inklusive Grundschule mit einem voll belegten Offenen Ganztag benötigt wird. Brunken sagt aber auch: „Es gibt Defizite in der alten Planung, und es ist kein Neubau, da muss man Kompromisse eingehen.“ Sollte die Umplanung klappen, erhalte die Stadt Bedburg „mit vergleichsweise geringen Mehrkosten einen dauerhaften Mehrwert in der Schule“.
Wie viel Verzögerung nun durch die Änderungen in der Planung entstehen können, ohne Garantie, dass eine Umplanung auch wirklich gelingt, konnte Brunken nicht sagen. Die Förderanträge seien gestellt, die Bewilligungsbehörde werde drei bis sechs Monate für eine Antwort brauchen. Die Schule soll aber noch in dieser Wahlperiode fertig werden, sagt Brunken, also bis 2030.
