Bedburger Kinder geschultBeliebter Verkehrspolizist Peter Tolksdorf geht in Ruhestand

Verkehrserziehung in Schulen war sein Schwerpunkt. Jetzt geht Polizeihauptkommissar Peter Tolksdorf in den Ruhestand.
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Bedburg – Am Dienstag hat Peter Tolksdorf seine Uniform abgegeben. Der beliebte Verkehrssicherheitsberater geht, wie bei Polizisten üblich, mit Vollendung seines 62. Lebensjahrs in den Ruhestand. Sein letzter Arbeitstag war ein Verkehrssicherheitstraining mit Erstklässlern der Bedburger Wilhelm-Busch-Grundschule.
„Was machen wir, bevor wir über die Straße gehen, auch bei Grün für die Fußgänger?“, fragt er die Schüler beim Gang über die Straßen rund um die Schule an der Kölner Straße. Viele Zeigefinger schnellen in die Höhe, denn Tolksdorf hat bei seinen regelmäßigen Besuchen in der Schule gute Arbeit geleistet. „Nach links und rechts schauen“, ertönt es gut gelaunt.
Mit einem Augenzwinkern
Seit mehr als 20 Jahren ist Tolksdorf für den theoretischen und praktischen Verkehrsunterricht in 15 Schulen in Elsdorf und Bedburg zuständig. Nach der Verkehrserziehung für die Kleinsten folgen Radfahrtraining, Vorbereitungen auf den Fahrradpass, Mofa- und Rollerübungen und erste Hinweise zum Führerscheinerwerb bei den Älteren.
Rund 2000 Schülern brachte Tolksdorf jedes Jahr korrektes Verhalten im Straßenverkehr bei. Ohne erhobenen Zeigefinger und stets mit einem gutmütigen Augenzwinkern. Dazu geht er gern auch mal in die Hocke, um auf Augenhöhe zu sein, und hat einen Sprachstil gefunden, der Kinder und Jugendliche altersgerecht anspricht und keineswegs auf Humor verzichtet. So erzählt er, dass ein Schüler die Symbolik des Landeswappens auf dem Ärmel seiner Uniform als Flusspferd gesehen habe. „Ein Fluss und ein Pferd machen noch kein Flusspferd“, garnierte er die Erklärung der Abbildungen von Rhein und Westfalenpferd (die Lippische Rose komplettiert das Wappen) amüsiert.
Peter Tolksdorf, der in Bedburg wohnt, trat 1975 in den Polizeidienst ein, ging nach der Ausbildung 1978 auf der Bergheimer Wache in den Wach- und Wechseldienst, 1990 nach Frechen in den Verkehrsdienst. 1998 wechselte er in den Verkehrssicherheitsdienst, der Kinder, aber auch Erwachsene bis ins Seniorenalter betreut. Bei einer Ausstellung, auf der die Polizei mit einem von ihm betreuten Stand vertreten war, hatte er bemerkt, dass er im maßgeschneiderten Erläutern nicht ungeschickt war.
„Die Verkehrserziehung steht im Lehrplan, ist enorm wichtig und steht bei uns ganz oben. Wir sind froh, dass Herr Tolksdorf das so engagiert gemacht hat“, sagt Tanja Claßen, Leiterin der Wilhelm-Busch-Schule. Mehr Unterstützung durch die Eltern („Das lässt spürbar nach.“) wünscht der scheidende Hauptkommissar seinem Nachfolger Uwe Raschke.
Tolksdorf will jetzt mit seiner Frau mehr reisen. „Im Frühjahr steht eine Tour durch Nordnorwegen auf dem Programm.“
