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Warten auf die L 279 in BedburgUnsicherer Grund führt zu weiterer Verzögerung

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Die Landestraße 279 wird zwischen Pütz und der Autobahnanschlussstelle Bedburg von Grund auf erneuert. Die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit führt derzeit zu Verzögerungen beim Bau.

Die Landestraße 279 wird zwischen Pütz und der Autobahnanschlussstelle Bedburg von Grund auf erneuert. Die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit führt derzeit zu Verzögerungen beim Bau.

Bedburg – Lange stand eine Erneuerung der Landesstraße 279 zwischen Pütz und der Autobahnanschlussstelle Bedburg auf der Wunschliste. Die Arbeiten haben Anfang März begonnen, die Fertigstellung, geplant für den Frühsommer, lässt nun vermutlich mindestens zwei weitere Monate lang auf sich warten.

Die alte L 279 war nicht nur schmal, kurvenreich und mangels Radweg bikerunfreundlich, sie stand auch regelmäßig unter Wasser und war deshalb gesperrt, wenn es stärker geregnet hatte.

Das alles soll bald der Vergangenheit angehören. Die Trassenführung des zweieinhalb Kilometer langen Straßenabschnitts, der die Bewohner der westlichen Stadtteile Kirch-/Grottenherten, Kirch-/Kleintroisdorf und Pütz mit der Autobahn verbindet, wurde horizontal und vertikal begradigt und in zeitgemäßer Breite geplant. Auch einen Radweg soll die Straße bekommen, um den Radlern den Umweg über Kaster oder Kirchtroisdorf als Alternative zur gefährlichen Straßenbenutzung zu ersparen.

Baustelle wird bei Regen zur Schlammwüste 

Grund für die Verzögerung ist nach Auskunft des Landesbetriebs Straßen NRW der Boden, auf dem die Trasse verläuft. Durch die neue Linienführung verläuft die neue teils auf der alten Fahrbahn, teils auf Ackerland bis zu sechs Meter von der früheren Fahrstrecke entfernt. „Trotz vorheriger Bodenuntersuchungen sind wir von dem schlechten Untergrund überrascht worden“, sagt Werner Engels, Fachmann der Landesstraßenbauer.

So enthalte der Lössboden wenig Sandanteile, weshalb die Baustelle sich bei Regen teilweise in eine Schlammwüste verwandele. Um den Unterbau für die Fahrbahn an die Gegebenheiten anzupassen, seien Probefelder hergestellt worden. „Das ist nicht unüberwindbar, kostet aber Zeit“, sagt der Sprecher. Der Boden habe unterschiedliche Vorgeschichten und entsprechend unterschiedliche Tragfähigkeit.

Verzögerung von „mindestens zwei Monate“

Geschätzt wird die Verzögerung aktuell auf „mindestens zwei Monate“, es könne aber auch Herbst werden. In der nächsten Woche wird es Abstimmungsgespräche mit dem beauftragten Bauunternehmen geben, danach könne ein genaueres Datum für die Fertigstellung genant werden. Ob die Baukosten, veranschlagt mit 500.000 Euro, in diesem Rahmen bleiben, wird ebenfalls erst später abzusehen sein.

Weitgehend abgeschlossen sind dagegen die Arbeiten am Kreisverkehr bei Millendorf an der Anschlussstelle der Autobahn 61. Die dort noch fehlenden Fahrbahnmarkierungen können, so teilt der Landesbetrieb mit, erst aufgetragen werden, wenn der Split auf der Gussasphaltdecke ein paar Wochen lang vom Autoverkehr abgefahren worden ist.

„Der Gussasphalt ist in dem Kreisverkehr nötig, weil die schweren Lastwagen den normalen Asphalt gleich wieder verschieben“, heißt es. Bis dahin würden provisorische Markierungslinien angebracht.

Für das Aufmalen der endgültigen Fahrbahnstreifen müsse der Kreisverkehr an der Autobahn demnächst nochmals für kurze Zeit gesperrt werden.

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