Nach lebloser Person gesuchtRettungstaucher bergen Puppe aus Bleibtreusee in Brühl

Die Puppe sah einem Menschen auf den ersten Blick ähnlich.
Copyright: Margret Klose
Brühl – Als „schlechten Scherz“ beschrieb am Sonntagabend Kai Greulich (41) Rettungstaucher der Kölner Taucherstaffel den Fund, den er nach seinem Tauchgang aus dem Bleibtreusee zog.
Eine Schwimmerin hatte nahe des Naturstrands unter sich in etwa drei Meter Tiefe eine augenscheinlich dunkel gekleidete Person im Wasser treiben sehen. Sie alarmierte die Feuerwehr, die wenig später mit gut 30 Einsatzkräften am Seeufer eintraf. Unter der Leitung von Brandoberinspektor Wolfgang Kühl suchten die Feuerwehrleute zu Wasser und vom Ufer aus und verständigten gleichzeitig die Rettungstaucher der Taucherstaffel in Köln.

Die Rettungstaucher zogen diese Puppe an Land.
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Angeseilt und über Sprechfunk mit seinem Einsatzleiter verbunden, stieg wenig später Rettungstaucher Greulich ins Wasser. Über den Sprechfunk erhielt er die Anweisungen. „Der Bleibtreusee ist hier bis zu 15 Metern tief“, erläuterte Marcel Weiler vom Tauchsportverein Villetaucher. Auch ihn hatte man verständigt. Und gebannt stand auch er am Ufer, als Greulich nach etwa 15 Minuten die Information gab: „Gefunden.“
In vier Meter Tiefe
Doch was er dann an Land zog, überraschte die Feuerwehr und Rettungstaucher gleichermaßen. Tatsächlich war es nämlich eine große Puppe, die ziemlich genau an der von der Schwimmerin beschriebenen Stelle in rund vier Metern Tiefe im Wasser trieb.

Mehr als 30 Einsatzkräften waren am Bleibtreusee in die Suche involviert.
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Gekleidet war sie wie ein Taucher mit dunklem Neoprenanzug und mit Sportschuhen an den Füßen. „So etwas habe ich in meiner bisherigen Zeit als Rettungstaucher noch nicht erlebt“, sagte Greulich. Und auch sein Kollege Heribert Poth, der seit 1989 als Rettungstaucher arbeitet, schüttelte nur den Kopf.
Ausdrücklich bestätigten sie der Schwimmerin, alles genau richtig gemacht zu haben. Dass es sich bei dem vermeidlich Ertrunkenen um eine Puppe gehandelt habe, sei von der Seeoberfläche nicht zu erkennen gewesen. Gegen 19.30 Uhr war der Einsatz beendet, die Puppe wurde von der Brühler Feuerwehr mit zur Wache genommen.
