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Gesamtschule BrühlBei der ersten Müllsammelaktion halfen rund 600 Freiwillige mit

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Die Stadt stellte Handschuhe, Zangen, Sicherheitswesten und Müllsäcke zur Verfügung.

Brühl – „Hier, schaut mal, ein Autoreifen“, rief der elfjährige Kenny. Daniela hatte derweil eine riesige Plastiktüte auf dem Acker gefunden und Anna (12) einen noch richtig intakten Ball.

Müllsammeln schien für die Schüler der sechsten Jahrgangsstufe der Gesamtschule so aufregend zu sein wie eine Schatzsuche. Mit etwa 40 Altersgenossen, unterstützt von einigen Neuntklässlern und einigen Eltern, Lehrern sowie der Schulleiterin Renate Jauz, beteiligten sich die Gesamtschüler am Samstag an der ersten Brühler Müllsammelaktion.

Etwa drei Stunden durchkämmten die Kinder in Gruppen die Umgebung ihrer Schule und waren am Ende selbst erstaunt, wie viel Müll achtlos in die Natur geworfen wird.

Den Ball, den Anna entdeckt hatte, will sie behalten. „Der ist noch super“, sagte sie. Mikail (12) hatte die halbvollen Bierflaschen, die er aus den Büschen gezogen hatte, sofort ausgeschüttet.

Gemeinsames Projekt mit kenianischer Partnerschule

Im Naturwissenschaftskurs hatten die Jungen und Mädchen zuvor über das Thema Müll gesprochen – ähnlich wie ihre Altersgenossen in ihrer Partnerschule in Kenia am Victoriasee. „Dort fand die Müllsammlung bereits in den vergangenen Tagen statt“, erklärte die Lehrerin Astrid Pfeifer. Die Kinder wussten zu berichten, dass in Kenia in nur 30 Minuten mehr als 20 Säcke mit Müll eingesammelt werden konnte. So schnell ging es in Brühl nicht.

„Trotzdem liegt hier viel zu viel Müll herum“, meinte Tianna (12). Sie habe bei der Sammelaktion gelernt, dass man keinen Müll achtlos einfach auf den Boden werfen soll. Plastik brauche ja mitunter 500 Jahre, bis es sich zersetzt habe.

600 Freiwillige packten mit an

Im ganzen Stadtgebiet waren am Samstag rund 600 Kinder und Erwachsene unterwegs, um Müll zu sammeln. Die Stadt stellte dazu Handschuhe, Zangen, Sicherheitswesten und die Müllsäcke zur Verfügung.

Die waren auch in Schwadorf heiß begehrt, wo sich unter anderem die Leiterrunde der Pfadfinder und der Hegering zusammen mit Schülern der Pestalozzischule an der Sammelaktion der Schwadorfer Dorfgemeinschaft beteiligten.

Verpackungsreste, Zigarettenstummel, viel Glas und sogar Verkehrsschilder sowie alte Schallplatten haben die Müllsammler gefunden. Die Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft Pia Regh und Winfried Müller fanden sogar Bürger, die sich spontan an der Aktion beteiligten.