Brühl – Rund um das Ockenfels-Hochhaus am Kreisverkehr an der Comesstraße/Kölnstraße geht es recht holprig zu. Immer wieder heben sich einzelne Steine aus der geklinkerten Fläche, die den prägnanten 70er-Jahre-Bau am nördlichen Stadteingang umgibt.
Zweimal pro Monat rücken die Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus, um dort nach dem Rechten zu sehen. Sobald sich ein Stein gelockert hat, muss dieser wieder befestigt oder die beschädigte Stelle ausgebessert werden. Entsprechend geflickt sieht der Bereich aus.
Kein gutes Bild
„Da muss unbedingt etwas getan werden“, sagt FDP-Fraktionschef Jochem Pitz. „Das ist ja ein Eingangstor zur Stadt und gibt nun wirklich kein gutes Bild ab.“ Die FDP möchte, dass Geld zur Sanierung der Fläche im Haushalt eingestellt wird.
Eine Ausbesserung des Bodenbelags hat die Stadtverwaltung schon länger im Blick. „Schließlich nutzen den Weg auch sehr viele Bewohner des Wettersteins“, sagt Dezernent Gerd Schiffer. Doch wegen der Eigentumsverhältnisse gestaltet sich das schwierig.
Teil gehört Landesbetrieb
Lediglich der äußere Bereich der Fläche rund um den Komplex ist in städtischer Hand. Ein Teil gehört auch dem Landesbetrieb Straßen, doch die Stadt kommt für die Unterhaltung auf. Der Bereich der direkt an den Bau angrenzt, ist in privater Hand.
Bislang gehörte das Ockenfels-Hochhaus einer Investorengruppen. Und die sei für eine gemeinsame Sanierung der Fläche nicht zu bewegen gewesen, heißt es bei der Stadtverwaltung. Und lediglich die rund 880 Quadratmeter große städtische Fläche zu sanieren sei deutlich aufwendiger als ein Gesamtprojekt.
Die Stadt hat sich ausrechnen lassen, dass die Sanierung der städtischen Fläche rund 80.000 Euro bei frostsicherem Untergrund beziehungsweise 40.000 Euro bei frostempfindlichen Unterbau kosten würde.
Neuer Eigentümer
Möglicherweise könnte ein gemeinsames Sanierungsprojekt an der Fläche nun ins Rollen kommen. Denn es gibt, wie es heißt, einen neuen Eigentümer des Ockenfels-Hochhauses, das seinen Namen deshalb trägt, weil es 1968 im Auftrag des Dachdecker-Unternehmens Ockenfels errichtet worden ist. Die Stadt möchte mit dem Vorschlag, den Bodenbelag gemeinsam zu erneuern, an den neuen Eigentümer herantreten.
