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Bürgermeisterkandidat der SPD„Ein junges, modernes Gesicht“

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starkmachen (v.l.): Heike Steinhäuser, der designierte SPD-Bürgermeisterkandidat Sascha Solbach und Bernd Coumanns.

Bedburg – Mit einem „jungen, modernen SPD-Gesicht als Bürgermeisterkandidaten“ will die Bedburger SPD in den Kommunalwahlkampf ziehen. So formulierte es der Vorsitzende, Bernd Coumanns. Der erst 33 Jahre alte Sascha Solbach soll im Mai gegen den jetzigen Bürgermeister Gunnar Koerdt (CDU) antreten, vorausgesetzt die Bedburger SPD-Mitglieder wählen ihn bei ihrer Versammlung am 16. Januar im Schloss. Vor Weihnachten habe sich der Vorstand zusammengesetzt, so Coumanns, und er sei sicher, dass man mit Solbach eine gute Wahl getroffen habe. Die Empfehlung, ihn als Kandidaten zu wählen, sei einstimmig ausgesprochen worden.

Obwohl noch jung und erst seit 2010 Mitglied der SPD hat Solbach schon viel Erfahrung im politischen Bereich. Zum einen engagiert sich der stellvertretende Vorsitzende der Bedburger SPD in der lokalen Politik Bedburgs, zum anderen ist er beruflich als Büroleiter der Kölner SPD-Landtagsabgeordneten in Köln und Düsseldorf tätig. Zuvor arbeitete er unter Ulla Schmidt und kurzzeitig auch unter Philipp Rösler im Bundesgesundheitsministerium in Berlin. Aufgrund der dort erworbenen Erfahrungen und wahrgenommener Verantwortung und wegen verschiedener weiterer Projekte traut sich Solbach die Arbeit als Verwaltungschef zu.

1980 in Frechen geboren wuchs Solbach in Elsdorf-Berrendorf auf. Sein Abitur legte er 2000 am Adolf-Silverberg-Gymnasium ab. Er ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau in Blerichen. Im einem der dortigen Wahlbezirke kandidiert Solbach bei den Wahlen am 25. Mai auch für den Stadtrat. Er studiert in Bonn politische Wissenschaft/ Politik und Gesellschaft. Neben den genannten beruflichen Tätigkeiten arbeitete er auch mehrere Jahre als selbstständiger Gastronom in einem Familienunternehmen in Köln-Lindenthal und als Berater für politische Kommunikation.

„Zu viele einsame Entscheidungen“

„Vor einem Jahr hätte ich mir das noch nicht vorstellen können“, sagt Solbach über seine Kandidatur. Doch die Idee sei gereift. Grund dafür sieht er auch in seiner Unzufriedenheit mit vielem, was in Bedburg passiert. So bemängelt der designierte Kandidat, dass es an Gesprächskultur zwischen Politik, Verwaltung und den Bürgern mangele. Auch zwischen den Parteien könnte es mehr Dialog geben, ginge es nach Solbach. Zudem habe es zuletzt viele „einsame Entscheidungen“ gegeben. „Kommunalpolitik kann so nicht funktionieren“, findet Solbach. Als Beispiele nennt er den Konflikt um den Industriepark Mühlenerft, bei dem erst nach Protesten eines Bürgerbündnisses über Alternativen nachgedacht worden sei, oder die Rathaus-Frage. Setzten sich hingegen alle Beteiligten an einen Tisch, wie bei der Sekundarschule, könne es anders gehen.

Als Schwerpunkte und Ziele im Falle seiner Wahl nennt Solbach die interkommunale Zusammenarbeit mit Bergheim und Elsdorf, eine Stadtentwicklung „aus einem Guss“ und das Ziel, Bedburg zu einer familienfreundlichen, für den Zuzug attraktiven Stadt zu machen. Gut vorstellen kann er sich auch, angesichts des Pflegenotstandes zu versuchen, eine Berufsschule für Gesundheits- und Heilberufe nach Bedburg zu holen und an das Krankenhaus anzugliedern. Weitere Projekte sollen das Vorantreiben der S-Bahn-Anschlüsse Richtung Köln und Düsseldorf sowie der Ausbau schneller Internetverbindungen sein.

Als Bürgermeister wolle er den Bürgern auf Augenhöhe begegnen und die Menschen an einen Tisch bringen, statt zu spalten, so Solbach. Zudem sei er ein Teamplayer, der sich als Bürgermeister vor seine Leute stellen und Verantwortung übernehmen würde, anstatt „nur einer von 37“ zu sein.

Dass die Stadt eine soziale und emotionale Komponente braucht, glaubt auch Heike Steinhäuser, die für den Kreistag kandidiert. Mit ihr und Coumanns will Solbach sich für Bedburg starkmachen.