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Die Unterkünfte sind zu kleinElsdorf braucht mehr Platz für Geflüchtete

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Auf einem Acker unweit der bestehenden Flüchtlingsunterkünfte  sollen weitere Übergangswohnungen entstehen.

Raum zur Unterbringung der Flüchtlinge fehlt derzeit allenthalben. Zelte und Turnhallen werden in vielen Kommunen genutzt, um halbwegs würdige Unterkünfte anbieten zu können. In Elsdorf sollen zur Linderung der Raumnot an der Nußbaumallee weitere Gebäude errichtet werden. Der Bau- und Planungsausschuss hat die Aufstellung der Änderung des Flächennutzungsplans und die frühzeitige öffentliche Beteiligung einstimmig beschlossen.

Keine Kapazitäten mehr

An einem Stichweg der Nußbaumallee stehen bereits zwei Gebäude mit Flüchtlingsunterkünften unweit des Zuckerfabrik-Areals und des Erft-Centers. Ein paar Dutzend Meter weiter in Richtung Giesendorf, unmittelbar an der Nußbaumallee, soll durch die Planung Raum für weitere Flüchtlingsunterkünfte geschaffen werden.

„Die Kapazität des vorhandenen Bestandes ist weitestgehend erschöpft“, teilte die Verwaltung mit. Das Zelt an der Gesamtschule wurde inzwischen geräumt und wird in diesen Tagen abgebaut, um die hohen Mietkosten zu vermeiden. Die etwa 100 Bewohner sind inzwischen in die Dreifachturnhalle umgezogen. Aufgrund der „andauernden Zuwanderung von Flüchtlingen, die durch den Krieg in der Ukraine noch verstärkt wird“, wie die Stadtverwaltung in der Beratungsvorlage für den Ausschuss ausführte, habe die Stadt die Aufgabe, Wohnunterkünfte für Geflüchtete aus den Krisengebieten bereitzustellen.

Entlastung für die Hallen

Michael Broich (Bündnis 90/Grüne), Anwohner der Nußbaumallee, betonte, dass es bislang „keinerlei Probleme“ mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der bestehenden Unterkünfte gegeben habe. Auch Harald Könen (SPD und Vorsitzender des Sportvereins ASG) begrüßte die Pläne, deren Umsetzung zur Entspannung der Situation bezüglich der Hallenzeiten für die Sporttreibenden beitragen würde.

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