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Es ist zu trocken
Landwirte löschen Feuer in Erftstadt mit Güllefass

2 min
In Erftstadt-Erb hat die Feuerwehr einen Flächenbrand gelöscht.

In Erftstadt-Erb war ein Feld in Teilen abgebrannt. 

Die Feuerwehr Erftstadt musste am Dienstag zwei Flächenbrände löschen. In Kerpen wurde am Mittwoch eine Böschung Opfer der Flammen.

Die Serie mit Vegetationsbränden riss auch am Mittwoch (15. Juli) nicht ab. Gegen 13.15 Uhr war die Feuerwehr Kerpen zu einem Brand in der Verlängerung der Humboldtstraße, kurz vor dem Kreisverkehr Humboldtstraße/Stiftsstraße, gerufen. Dort brannte auf einer Länge von rund 150 Metern die Böschung neben der Fahrbahn. Mit mehreren Strahlrohren konnten die Feuerwehrleute die Flammen löschen. Infolge der Hitze wurden Leitpfosten beschädigt.

In Erftstadt war die Feuerwehr am Vortag zwei Mal zu brennenden Feldern ausgerückt.  Ab 20.44 Uhr bekämpften Feuerwehrleute am Dienstag (14. Juli) ein Feuer auf einem rund einen Hektar großen Stoppelfeld, nur wenige hundert Meter von der Stelle entfernt, an der es schon mittags gebrannt hatte. Nach etwa einer Stunde war das Feuer nach Angaben eines Sprechers gelöscht.

Wie schon beim ersten Einsatz am Mittag erhielt die Feuerwehr Unterstützung von Landwirten. Sie leisteten mit schwerem Gerät wertvolle Hilfe, hieß es. Ein Folgeeinsatz resultierte aus einer Meldung von Reitern an der Erft zwischen Liblar und Bliesheim, dass dort ein Rehkitz hilflos im Flussbett stehe. Die Einsatzkräfte trafen dort auf einen Rehbock, der das Flussbett dann selbständig verließ.

Mit Hilfe von Landwirten hatte die Feuerwehr Erftstadt bereits mittags ein Feuer in Erp gelöscht.

Mit Hilfe von Landwirten hatte die Feuerwehr Erftstadt bereits mittags ein Feuer in Erp gelöscht.

Mittags hatte zwischen Erp und Lechenich ein Feld auf einer Fläche von circa 5000 Quadratmetern gebrannt. „Das war arg knapp“, sagte Zugführer Tobias Hainke. Die Feuerfront bewegte sich auf ein Rapsfeld zu.

Während die Feuerwehr den Brand von den Flanken abzulöschen begann und weitere Tanklöschfahrzeuge nachalarmierte, kamen Landwirte zu Hilfe. Mit einem Ackerschlepper und einem angehängten Güllefass sei es gelungen, das Feuer buchstäblich auf dem letzten Meter vor dem Rapsfeld zum Stehen zu bringen. „Das hätte echt keine Sekunde länger dauern dürfen“, so Hainke. Ein Polizeihubschrauber hatte in der Umgebung nach weiteren Feuern gesucht.

In den vergangenen Wochen mussten die Feuerwehren im Rhein-Erft-Kreis zu mehreren Vegetationsbränden ausrücken, vor allem in Brühl, Wesseling und Pulheim.

In den Wäldern gilt striktes Rauchverbot

In NRW gibt es derzeit vielerorts ein hohes Waldbrandrisiko. Betroffen sind unter anderem der Niederrhein und der Raum Köln/Bonn. Dort liegt der sogenannte Grünlandfeuerindex bei Stufe 4. Das bedeutet: hohe Gefahr, sehr trockene Vegetation, rasche Brandausbreitung wahrscheinlich.

In den betroffenen Regionen gelten zahlreiche Einschränkungen und Verbote: Offenes Feuer im Wald und in dessen Nähe sowie Funkenflug sind dringend zu vermeiden, Grillen ist nur auf offiziell ausgewiesenen Plätzen erlaubt, es gilt striktes Rauchverbot im Wald und Funkenflug strikt vermeiden.