Frechen – Frechen braucht auch in Zukunft eine gute Feuerwehr. Darin sind sich Politik und Verwaltung schon lange einig. Seit der Beschluss gefasst wurde, die Feuerwache für die hauptamtlichen und freiwilligen Kräfte von dem viel zu eng gewordenen Standort an der Schützenstraße zu verlegen, sind mehr als fünf Jahre vergangen. Fünf Jahre, in denen ein Standort gesucht, das Grundstück gekauft und die Wache geplant wurde. Seit mehreren Monaten läuft die Erschließung des Grundstücks, das sich zwischen Lindenstraße und Kapellenstraße (hinter dem Gymnasium) befindet. Das Ausschreibungsverfahren ist jetzt beendet.
Am Donnerstag wurden die Verträge mit dem Generalunternehmer, der Firma Züblin, für den Bau auf dem 20 000 Quadratmeter großen Grundstück unterschrieben. Ursprünglich war geplant gewesen, die Wache aus laufenden Einnahmen zu bezahlen. „Wir wollen keine Kredite aufnehmen“, hatte Alt-Bürgermeister Hans-Willi Meier immer betont. Auf Nachfrage blickte gestern Bürgermeisterin Susanne Stupp zu ihrem Kämmerer Dr. Patrick Lehmann. Und der räumte ein, einen Teil der geplanten Gesamtsumme von 21,5 Millionen Euro mit Krediten finanzieren zu müssen. Zur Höhe gab er aber keine Auskunft. Dass die Kosten höher als derzeit geplant ausfallen könnten, glaubt Lehmann nicht. Man habe einen Festpreis von 20,5 Millionen Euro mit Züblin inklusive Zubehör vereinbart.
Züblin hat hier in der Region schon mehrere Objekte gebaut, darunter das UCI-Kino im Hürth-Park und die Köln-Arcaden. Mit zu den Referenzobjekten gehört auch der Bau der Feuerwache in Mülheim an der Ruhr, die aber etwas größere Ausmaße als die Frechener Wache hat.
Fertigstellung Mitte 2017
„Am 11. Januar werden wir beginnen“ , berichtete Hauke Wahlen, kaufmännischer Direktionsleiter in NRW der Firma Züblin. Für Ende August 2017 ist die Fertigstellung geplant. Ab dann heißt die postalische Anschrift der Feuer- und Rettungswache „Lindenstraße 112“.
Die Wache umfasst drei Teile: Im ersten Trakt, der nahe zur Lindenstraße liegt, soll der Rettungsdienst untergebracht werden. Im zweiten und dritten Gebäudeteil sollen sowohl die hauptamtlichen als auch die freiwilligen Feuerwehrleute ihre Räume bekommen. Wehrchef Harald Band: „Uns war es immer wichtig, dass der Neubau hauptamtliche und freiwillige Kräfte unter einem Dach vereint.“ Ebenso sind in diesem Teil die Fahrzeughallen und der technische Bereich untergebracht.
Der Standort der Rettungswache in Königsdorf bleibt erhalten. Lediglich das nebenan liegende Hygienezentrum zieht an die Lindenstraße 112.
Und was passiert mit der 2017 leerstehenden Liegenschaft an der Schützenstraße? Meier hatte immer betont, sie nicht verkaufen zu wollen und bei der weiteren Nutzung an die Anwohner zu denken.
Bürgermeisterin Susanne Stupp: „Es gibt noch keine Planungen. Ein Verkauf wäre möglich, ist aber noch offen.“