Rund 20 Gäste waren zur Präsentation des neuen Bandes in die Geschäftsräume der Buchhandlung und Antiquariats Brauns gekommen.
BuchvorstellungAutorentrio bringt zweiten Band über Frechener Bahnverkehr raus

Mit dem zweiten Buch wurde von den Autoren Wolfgang Schreck, Norbert Huppert und Axel Reuther ein weiteres Kapitel der Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn ans Tageslicht geholt (v.l.).
Copyright: Wolfgang Mrziglod
Zwei Jahre mussten die Freunde der Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn (KFBE) warten, bis das Autorenteam Wolfgang Schreck, Norbert Huppert und Axel Reuther jetzt endlich den zweiten Band über die Bahn vorstellen konnte. Es gab nach den Worten von Norbert Huppert mehrere Gründe, warum sich das verzögert hatte, aber: „Es ist ein schönes Buch geworden, viel besser als der erste Band und auch vom Umfang her hat es mehr zu bieten.“

Schon etwas moderner: Der Zug steht bereit für die Abfahrt ab Bahnstation Benzelrath im September 1967.
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Tatsächlich, es wurden rund 60 Seiten mehr, die in guter Qualität die Erinnerungen an die alte Bahnlinie, die Frechen mit der Domstadt verbindet, aufleben lassen. Im ersten Band über die Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn hatten sich die Autoren schwerpunktmäßig dem damaligen Güterverkehr gewidmet, der auch ursächlich für die Einrichtung der Bahnlinie verantwortlich war.
War der ursprüngliche Hauptzweck der KFBE-Gründung der Transport von Industriegütern wie Braunkohle, Quarzsand und Tonwaren, so wurde von Beginn an aber auch ein zusätzlicher Personenverkehr zwischen Frechen und Köln eingerichtet, der nach den ersten Jahren als dampflokbetriebene Meterspurbahn im Jahre 1914 auf einen elektrifizierten Normalspurbetrieb bis zur neuen Kölner Endstation umgestellt wurde.
Frechen: Blick auf die Verkehrsgeschichte der KFBE
Rund 20 Gäste waren zur Präsentation des neuen Bandes in die Geschäftsräume der Buchhandlung und Antiquariats Brauns gekommen, um das neue Buch kennen zu lernen, um mit den Autoren zu fachsimpeln und sich auch den Band signieren zu lassen.
Mit dem zweiten Buch widmen sich die Autoren der Verkehrsgeschichte der KFBE, geben einen Einblick in die vielfältigen Berufsbilder und erinnern an Jubiläen und Sonderfahrten. Und es gibt vieles Neues, denn wer wusste schon, dass beispielsweise die Linie F im offiziellen landesweiten Kursbuch aufgenommen worden war, damit man den Anschluss von Benzelrath nach Mödrath nicht verpasste.

Das „Finchen“ steht an der Endstation Benzelrath bereit für die Rückfahrt nach Köln
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Aber auch mit der aus dem Rheinpark bekannten Liliputbahn hatte die KFBE zu tun, denn die Fahrzeuge wurden seinerzeit in Frechen im Betriebswerk gewartet und standen dort über den Winter. Und unter KFBE-Regie lief zwischen 1958 und 1971 auch die sogenannte Viehhofbahn zwischen Nippes und dem Kölner Schlachthof in Ehrenfeld, über die aus ganz Deutschland das Vieh, Schweine, Rinder, Schafe und Pferde, für den Kölner Viehmarkt angeliefert wurde.
Nachzulesen sind auch Geschichten über geplante, aber nie realisierte Streckenneubauten, geschichtliche Ereignisse aus der Zeit der beiden Weltkriege und der Nachkriegsjahre. Ausführlich stellt das Autorentrio alle eingesetzten Fahrzeugserien vor und detaillierte Biografien einzelner Fahrzeuge mit vielen seltenen Fotos runden den zweiten Band der Trilogie ab.

Ein Bild aus 1937: zwei Schaffner in ihren schmucken Uniformen.
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Als ein „Schmankerl“ besonders für Frechen sieht Norbert Huppert das neue Buch: „Band 2 wird insbesondere für Frechen sehr interessant sein, denn es ist uns gelungen, zahlreiche bisher unveröffentlichte Aufnahmen aus der Zeit der 1950er- bis 1970er-Jahre zu finden. Alte Gleispläne vom Verlauf der Linie F ab Bahnhof über Mühlengasse bis Benzelrath, teilweise aus den 1930er-/1940er-Jahren runden das Bild ab. Die Wagenhalle, einschließlich Bahnhof, werden ebenfalls beleuchtet.“
Und zum Schluss wurde versprochen, dass die Nummer 3 in 2027 erscheinen soll. Dann geht es um die Technik. Der zweite Band über die Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn hat einen Umfang von 240 Seiten und 466 Fotos und Abbildungen. Das Buch ist in einer Erstauflage von 500 Exemplaren erschienen und im Buchhandel zum Preis von 59,80 Euro erhältlich. (ISBN: 978-3-948568-17-7)
