Am teuersten ist im Kreis die Haltung eines Hundes in Bergheim. In Bedburg kostet es überdurchschnittlich viel, mehrere Hunde zu haben.
Erhöhung der SteuerDarum sollen Hundehalter in Frechen mehr für ihre Tiere bezahlen

In Frechen soll die Hundesteuer erhöht werden, im Kreis gibt es sehr unterschiedliche Sätze.
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Auf die Hundehalter in Frechen kommen voraussichtlich höhere Kosten zu: Die Verwaltung schlägt eine Erhöhung der Hundesteuer um bis zu zwölf Prozent vor, die neue Hundesteuersatzung soll ab 1. Januar 2027 gelten. Der Hauptausschuss entscheidet in seiner nächsten Sitzung am 15. September über die Erhöhung, bei einem positiven Beschluss müsste der Rat dann noch am 13. Oktober zustimmen.
Statt der bislang 96 Euro für einen Hund würden dann jährlich 105 Euro fällig, bei zwei Hunden jeweils 132 Euro pro Tier statt wie bisher 120 Euro, und bei drei Hunden soll der Steuersatz von je 147 Euro auf je 165 Euro steigen. Weiterhin wird es eine Ermäßigung für sozial schwächere Hundehalter und eine Steuerbefreiung für Hunde, die zum Beispiel für therapeutische Zwecke eingesetzt werden, geben. Eine erneute Überprüfung der Steuersätze soll zum Januar 2029 erfolgen.
In Bergheim kostet ein Hund am meisten Steuern im Rhein-Erft-Kreis
Auch nach der Erhöhung würde Frechen im interkommunalen Vergleich im Rhein-Erft-Kreis bei der Steuer noch im Mittelfeld liegen. Am günstigsten ist die Hundehaltung aktuell in Wesseling: für ein Tier sind 78 Euro fällig, für zwei je 90 Euro und für drei je 102 Euro. Darauf folgen Pulheim (90, 115 und 150 Euro) und Brühl (98, 122 und 148 Euro). Die Haltung eines Hundes ist im Kreis Bergheim am teuersten, dort werden 132 Euro berechnet. Bedburg und Elsdorf folgen mit jeweils 120 Euro.
In Bedburg kostet die Haltung von drei Hunden 1050 Euro Steuern pro Jahr, in Wesseling 306 Euro
Auffallend hoch ist im Kreis die Haltung für mehrere Hunde in Bedburg. Dort kostet bei zwei Hunden jedes Tier 200 Euro, bei drei Hunden werden sogar 350 Euro pro Tier fällig. Bergheim folgt mit je 171 Euro bei zwei, mit je 225 Euro für drei Hunde. Damit werden beispielsweise in Bedbug aktuell für drei Hunde in einem Haushalt 1050 Euro berechnet, in Wesseling nur 306 Euro. In Köln beträgt die Hundesteuer zurzeit 174 Euro für jedes gehaltene Tier.
In Frechen wurde die Hundesteuer – nach zwölf Jahren – zuletzt zum Januar 2025 erhöht. Der aktuelle Plan würde durch die angespannte Finanzlage und die notwendige Haushaltskonsolidierung nötig, erläutert die Verwaltung. Auch die Aufsichtsbehörde habe darauf hingewiesen, dass die Stadt zusätzliche Einnahmen schaffen müsse. Mit der Erhöhung hofft die Stadt für 2027 auf Einnahmen durch die Hundesteuer von 367.497 Euro, das wären rund 34.000 Euro mehr als 2026.
Frechen: Zum 30. April waren 3257 Hunde gemeldet
Die Erhöhung der Steuer erfolge zudem auch aus ordnungs- und lenkungsspolitischen Gründen, so die Stadt. Sie sei auch darauf ausgerichtet, die Zahl der im Stadtgebiet gehaltenen Hunde zu begrenzen. Zudem gelte: „Die moderate Progression (der Steuersätze) berücksichtigt den erhöhten Aufwand einer Mehrhundehaltung und unterstützt zugleich den zulässigen ordnungspolitischen Zweck, einer übermäßigen Ansammlung von Hunden in einzelnen Haushalten entgegenzuwirken.“
Zum Stichtag 30. April dieses Jahres wurden in Frechen insgesamt 3257 Hunde erfasst, das ist ein leichter Rückgang um 68 Tiere im Vergleich zu 2025. Die meisten Haushalte, 2572, hatten einen Hund angemeldet. Zwei Hunde waren in 553 Haushalten gemeldet, 104 Haushalte gaben an, mindestens drei Hunde zu haben. In 13 Haushalten werden als gefährlich eingestufte Hunde gehalten, für sie soll weiterhin der Steuersatz von 552 Euro pro Jahr gelten.
