Die alten Wohnblöcke sollen abgebrochen werden. Es sind vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 44 Mietwohnungen in Planung.
HabbelrathDas sind die Pläne für die verlassenen Häuser in Frechen

Die vier Blöcke in dem umrandeten Baugebiet in Habbelrath werden abgerissen und modernen Wohneinheiten weichen.
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Jetzt ist es wohl bald so weit: Seit Anfang 2025 stehen die vier Wohnblöcke mit 32 Wohneinheiten an der Villestraße in Habbelrath endgültig leer, auch die letzten zwei Wohnungen wurden geräumt. Nach einigen Verzögerungen – der gesamte Bereich musste von den Versorgungsleitungen abgetrennt werden – sollen nun nach mehrfacher Verschiebung in den kommenden Tagen die Bagger anrücken, um die alten Häuser und ihre Nebengebäude niederzureißen und Platz für Neues zu schaffen.
Frechen: Abbruchzeit von drei Monaten
Was nach dem Abriss der alten Bebauung auf dem Areal passiert, ist nach den Aussagen der zuständigen Wohnungsbaugesellschaft Vivawest GmbH in Gelsenkirchen noch immer nicht im Detail geklärt. Kurz vor Karneval teilte das Unternehmen nun mit, das man mit einer Abbruchzeit von rund drei Monaten rechnet.

Seit über einem Jahr stehen die alten Wohngebäude inzwischen leer .
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Auch über die Planung gab es jetzt Näheres: Vorgesehen sind vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 44 Wohneinheiten. Für diese Planung hat Vivawest im Januar 2026 eine Bauvoranfrage eingereicht. Diese liegt bei der Stadt Frechen zur Bearbeitung vor. Bei einer positiven Bewertung würde im nächsten Schritt die Beantragung der Baugenehmigung folgen. „Wann die Bauarbeiten starten, können wir vor diesem Hintergrund noch nicht sagen, da wir die Dauer der Genehmigungsverfahren nicht absehen können“, teilte die Pressestelle des Unternehmens auf Nachfrage mit. Auch dann erst könne man der Öffentlichkeit einen Plan über das Vorhaben vorlegen.
Ein weiterer Rest von Alt-Habbelrath verschwindet
Mit den Abbrucharbeiten verschwindet dann ein weiterer Rest von Alt-Habbelrath, der seinerzeit nicht von den Umsiedlungsmaßnahmen betroffen war. Die ersten Werkswohnungen der Rheinbraun in der Kurhau- und Villestraße wurden in den frühen 1950er Jahren gebaut und stehen zum Teil auf dem Gelände eines früheren Fußballplatzes, wie in der 2004 erschienen Habbelrath-Chronik des Frechener Geschichtsvereins nachzulesen ist.
Rheinbraun-Mitarbeiter hatten hinter ihren Wohnblöcken Höfe und Gärten zur gemeinsamen Nutzung, außerdem gab es für jeden Mieter einen abgeschlossenen gemauerten Schuppen am Ende des Gartens sowie Kellerräume. In diesem Bereich spielte sich auch ein großer Teil der Freizeit der Familien ab, wie die angelegten Grillecken und Gärten noch vor kurzem bezeugten.

Jede Wohnung verfügte hinten im Garten über einen Schuppen.
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Ursprünglich sollte der Braunkohleabbau viel weiter an die Hauptwerkstätte heranreichen. Doch dann beendeten die Bagger gegen Ende der sechziger Jahre ihre Arbeit kurz vor der Kurhaustraße, obwohl auch dort schon der Abriss geplant war.
Viele Häuser standen leer, die Fenster waren bereits zugemauert. Doch dann wurden die Pläne geändert, es kam neues Leben in die Straßen, die heute den Ortsrand des Stadtteils bilden.

