Die Landesförderung für das Stadtmarketing läuft Ende des Jahres aus, die städtische Wirtschafsförderung übernimmt Teile davon.
Ende der FörderungSo soll das Marketing für eine attraktivere Innenstadt in Frechen weitergehen

Philipp Schlenkert von der städtischen Wirtschaftsförderung, Bürgermeister Uwe Tietz und Zentrenmanagerin Stina Burgard (v.l.) stellten die Zukunft des Stadtmarketings vor.
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Das Stadtmarketing in Frechen soll neu aufgstellt werden: Zum Ende des Jahres läuft das bisherige Förderprogramm für das Zentrenmanagements aus – ab 2027 sollen Bereiche dann von der städtischen Wirtschaftsförderung übernommen werden. Ziel ist es, die Arbeit neu zu organisieren und auf „dauerhaft leistbare Aufgaben“ zu konzentrieren.
Das Stadtmarketing soll in Zukunft laut Bürgermeister Uwe Tietz noch stärker als gemeinsame Aufgabe verstanden werden: Stadt, Wirtschaftsförderung, Gewerbetreibende und weitere Innenstadtakteure sollen ihre Kräfte bündeln, Ideen entwickeln und die Innenstadt Schritt für Schritt weiterentwickeln.
Seit April 2024 wurde die Stadt über das Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren NRW“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW, von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) und Zentrenmanagerin Stina Burgard unterstützt. Das gesamte Maßnahmepaket wurde zu 60 Prozent beziehungsweise rund 135.000 Euro gefördert. Die GMA war zwölf Stunden pro Woche für die Stadt aktiv und beschäftigte sich mit der Erfassung und Vermittlung von Leerstand, der Koordinations- und Kommunikationsarbeit sowie mit Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.
Frechen: Digitalisierung von Gewerbetreibenden ist ein Schwerpunkt
Ein Schwerpunkt war und ist die weitere Digitalisierung der Gewerbetreibenden: Die Digitalisierungsoffensive soll konkrete Unterstützung für den Geschäftsalltag bieten – von Social Media und digitaler Sichtbarkeit über den Einsatz von KI und ChatGPT für Marketingtexte bis hin zum Aufbau einer eigenen Website oder digitalem Verkaufen ohne eigenen Onlineshop.
Menschen und ihre Geschichten im Mittelpunkt
Gleichzeitig soll die Vielfalt der Innenstadt noch sichtbarer werden: Das „Schaufenster der Woche“, mit dem 15 Gewerbetreibende von Mitte April bis August in kurzen Videos vorgestellt wurden, sollte verdeutlichen, wie viel Persönlichkeit und Engagement hinter den Geschäften steckt. Auch das bald startende Videoprojekt „Mittelpunkt Frechen. Miteinander. Mit DIR!“ stellt die Menschen, ihre Geschichten und die unterschiedlichen Angebote in der Innenstadt in den Mittelpunkt. So soll sichtbar werden, was die Frechener City besonders macht und warum sich ein Besuch lohnt.
Das Frechener Zentrum solle auch in Zukunft ein lebendiger Mittelpunkt der Stadt bleiben – als Einkaufsort, Treffpunkt und sozialer Raum, so Philipp Schlenkert von der Wirtschaftsförderung. Dafür will die Stadt auf ein Stadtmarketing setzen, das verschiedene Bausteine verbindet: mehr Aufenthaltsqualität, eine bessere Sichtbarkeit der ansässigen Betriebe, digitale Weiterentwicklung und eine enge Zusammenarbeit mit den Menschen, die die Innenstadt prägen.
Geplant ist nun, dass die Wirtschaftsförderung insbesondere die Themen Leerstände und deren Vermittlung weiterführt. Die Stadt will Leerstand weiterhin erfassen und Kontakte zwischen den Eigentümern von Ladenlokalen und Interessenten unterstützen. Seit dem dritten Quartal 2024 werde dabei ein Rückgang der Leerstände festgestellt, so die Stadt.
Die Innenstadtkommunikation soll stärker über die städtische Homepage und die Seite des Aktivkreises erfolgen. Auch Netzwerktreffen sollen durch den Aktivkreis weitergeführt werden. Die genauen Pläne sollen nun dem Aktivkreis und den Geschäftsleuten mitgeteilt werden und anschließend im Stadtenwicklungs- und Bauauschuss am 1. Dezember der Politik vorgestellt werden.
