Ausgezeichnet wurden die Vereine Erftigel, die Straßenkatzen Rhein-Erft-Kreis, die Elsdorfer Tafel sowie der Behindertensportverein Hürth.
SPD-Kreisverband würdigt vier VereineEhrenamtspreis im Frechener Keramion vergeben

Der Kreisverband der SPD hat erstmals einen Ehrenamtspreis verliehen.
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Es ist ein Ort, an dem sonst der geformte Ton im Fokus ist. An diesem Abend aber steht das ehrenamtliche Engagement im Mittelpunkt: Im Frechener Keramion hat die SPD Rhein-Erft ihren Ehrenamtspreis verliehen. Dabei wurden vier Initiativen gewürdigt, die im Alltag oft im Hintergrund wirken und doch für viele unverzichtbar sind.
Ausgezeichnet wurden der Verein Erftigel, die Straßenkatzen Rhein-Erft-Kreis, die Elsdorfer Tafel sowie der Behindertensportverein Hürth. Vier Beispiele für sehr unterschiedliche Formen von Engagement. Verbunden sind sie jedoch durch das gleiche Ziel: das Leben vor Ort konkret zu verbessern.
Frechen: SPD-Politiker mit viel Lob fürs Ehrenamt
Zur Premiere der Preisverleihung waren zahlreiche SPD-Politikerinnen und -Politiker aus dem Kreis gekommen. In ihren Reden zog sich ein Gedanke durch den Abend: Ehrenamt ist längst kein „Extra“ mehr, sondern tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts. „Das sind Menschen, die im Hintergrund wirken und Großes leisten“, sagte SPD-Politiker Helge Herrwegen. Und weiter: „Sie machen das Leben aller besser.“ Vieles, was heute selbstverständlich erscheine, wäre ohne ehrenamtliches Engagement nicht denkbar.
Gleichzeitig wurde auch die wachsende Bedeutung des Ehrenamts betont – nicht zuletzt vor dem Hintergrund knapper werdender Mittel in den kommunalen Kassen. Während finanzielle Spielräume schrumpfen, steigen vielerorts die Anforderungen. Eine Entwicklung, die Engagement wichtiger macht, aber auch anspruchsvoller.
Preisgeld von 400 Euro für die Vereine
Frechens Bürgermeister Uwe Tietz schlug in seiner Ansprache eine Brücke zum Veranstaltungsort. Das Keramion sei bewusst gewählt worden, sagte er: „Hier formen Menschen etwas mit ihren Händen.“ Ein Bild, das sich übertragen lasse. „Es braucht Menschen, die anpacken und gestalten“. Was dabei entsteht, mache Städte und Gemeinden lebenswerter und besser.
Dass dieses „Formen“ ganz konkret aussehen kann, zeigte sich bei den ausgezeichneten Vereinen. Die Erftigel etwa kümmern sich um verletzte und geschwächte Igel. Der Verein machte darauf aufmerksam, wie sehr Tiere unter der Hitze leiden und rief dazu auf, einfache Wasserschalen im Freien aufzustellen. Eine kleine Geste mit großer Wirkung und für jeden zu ermöglichen.
Für den passenden Rahmen sorgte das A-cappella-Trio EU-Semble aus der Voreifel, das den Abend musikalisch begleitete und dem Festakt eine persönliche Note verlieh. Am Ende stand nicht nur die Übergabe von Urkunden, sondern auch eine finanzielle Anerkennung: Jeder der vier Preisträger erhielt ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro. Vor allem aber blieb ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung – für Menschen, die selten im Rampenlicht stehen und ohne die im Rhein-Erft-Kreis viele verloren gehen würde.
