Testphase gestartetFrechener dürfen ab sofort in Fußgängerzone Rad fahren

In der Fußgängerzone in Frechen sollen künftig auch Fahrräder fahren.
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Frechen – Ab sofort ist die Frechener Fußgängerzone probeweise für den Fahrradverkehr freigegeben, allerdings nur in der Zeit von 19 bis 7 Uhr. Von den Abendstunden bis zum frühen Morgen dürfen Radfahrer die Fußgängerzone nutzen. Bislang mussten sie von ihrem Drahtesel absteigen und schieben. Der Probezeitraum dauert sechs Monate, er endet im Oktober.
Testweise für Fahrräder geöffnet ist die Hauptstraße von der Kreuzung mit der Breite Straße bis zur Ecke Dr.-Tusch-Straße. Auf die neue Regelung weisen Schilder in der Fußgängerzone hin.
Menschen zum Fahrradfahren motivieren
Der Testbetrieb solle der Tatsache gerecht werden, dass immer mehr Menschen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel nutzen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Frechen. „Um die Testphase möglichst erfolgreich abschließen zu können, braucht es wie so oft im Leben gegenseitigen Respekt. Durch ein rücksichtsvolles Miteinander werden wir der Idee des Radverkehrs in der Fußgängerzone sicherlich gerecht“, sagte Bürgermeisterin Susanne Stupp.
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Begleitet wird die Probephase von einer Online-Umfrage auf der Homepage der Stadt Frechen. Dort können sich Bürger zu ihren Erfahrungen mit dem Fahrradverkehr in der Fußgängerzone äußern.
Polizei überwacht Fußgängerzone
„Wir werden auch die Bezirksbeamten der Polizei und die Straßenbahnfahrer nach ihren Erfahrungen befragen“, berichtete Katja Gille, die Leiterin des Fachdienstes Bürgerservice und Ordnung. Zudem sollen in der Fußgängerzone demnächst Flyer verteilt werden, die auf die Neuregelung und die Probephase aufmerksam machen.
Ende vergangenen Jahres hatte sich der Verkehrsausschuss dafür ausgesprochen, die Fußgängerzone probeweise zu festgelegten Zeiträumen für Fahrräder zu öffnen. Einen entsprechenden Antrag des Jamaika-Mehrheitsbündnisses aus CDU, FDP und Grünen hatte der Ausschuss einstimmig verabschiedet.
Die SPD stimmte trotz einiger Bedenken für die Probephase. Da auch die Straßenbahn durch die Fußgängerzone fahre, könne es zu gefährlichen Situationen kommen, gaben die Genossen zu bedenken. Auch der ADFC war seinerzeit für den Probebetrieb.


