SessionsauftaktErster Auftritt von Frechener Prinz Ralf II.

Eine Reihe von Geboten verkündete Prinz Ralf II., deren Übertretung geahndet wird. Dafür hat er sein Sparschwein dabei.
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Frechen – Sechs Wochen dauert in diesem Jahr die Session und schon bei seinem ersten Auftreten auf der Proklamation im Stadtsaal vermittelte der neue närrische Regent, Prinz Ralf II., dass er diese Zeit nutzen wird, um sich und seinen Untertanen eine tolle Session zu liefern.
Doch zurück zum Anfang: Mit viel Lob und Dank wurde der Narrenfürst des vergangenen Jahres, Sven I. (Dederichs) vom Festkomitee verabschiedet. Die beiden Vize-Präsidenten Ralf Reykers und Wilfried Pfeifer, die in diesem Jahr durch die Veranstaltung führten, da Präsident Ralf Inden wegen eines Todesfalls in der Familie derzeit keine öffentlichen Auftritte absolviert, schickten Sven – mit der traditionellen blauen Ex-Prinzenmütze ausgestattet – in den Ruhestand.
Stadtschlüssel von Bürgermeisterin übergeben
Begleitet von der Prinzengarde eroberte der neue Narrenfürst die Bühne, wo er die Ovationen des Publikums genoss und ihm die Freude anzusehen war, als er von Bürgermeisterin Susanne Stupp den Stadtschlüssel erhielt. Sechs Wochen Urlaub stehen der Bürgermeisterin nun ins Haus, die Macht im Rathaus liegt in den Händen der Narren. Erhielt Prinz Ralf von seinem Vorgänger wegen seiner Liebe zu Italien als Präsent einen Korb mit entsprechenden Delikatessen, so gab ihm Susanne Stupp auch einen Korb, gefüllt mit Utensilien zum Kochen, auch eines der Hobbys des neuen Prinzen.
Der neue Narrenfürst, der 1968 in Berlin zur Welt kam und über Bonn nach Frechen kam, ist IT-Manager und Vater eines Sohnes. In Köln infizierte er sich beim Offizierskorps von Jan von Werth mit dem Karnevalsbazillus. Heute gehört er der Frechener Prinzengarde an, deren Farben er zum 85-jährigen Bestehen vertritt. Spaß und Freude am Fasteleer sind für Prinz Ralf II. die Grundpfeiler des „handgemachten und ehrlichen Karnevals“, den er nach seinem Abstecher in die Domstadt auf dem Lande suchte, wie er verriet. Und das spiegelte sich auch in den närrischen Geboten wider. So verbot er Tränen im Saal- außer Freudentränen.
Sessionsfrieden ausgerufen
Ausgerufen wurde auch der Sessionsfrieden unter den Gesellschaften. Zuwiderhandlungen werden mit einem Strafgeld von 111 Euro geahndet, das in einem roten Sparschwein gesammelt wird. In seinen Geboten verlangte der Prinz auch, dass die Vereine gemeinsam ein Sommerfest veranstalten und am Prinzenkegeln teilnehmen. Da ihm als Prinzengardist die Farbe Rot besonders gefällt, gilt für Präsidenten bei den Sitzungen das Tragen roter Socken und für Mariechen rote „Speetzebötzje“ als Pflicht.
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Ein Alkoholverbot auf der Bühne bei Prinzenauftritten lehnten die Präsidenten der Vereine geschlossen ab und zahlten sofort die 111 Euro Strafgeld ein. Umrahmt wurde der Abend durch Auftritte des Prinzengarde-Tanzcorps, der Jungen Trompeter, dem Kölner Husaren-Korps und J.P. Weber mit seiner Flitsch als Überraschungsgast.


