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Fußball-Kreisliga A:Eine Wundertüte mischt die Liga auf

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Das Foto zeigt den Rheidter Trainer Meikel Kupper (r.) mit seinem Cotrainer Max Dinslaken bei der Teambesprechung.

Bei der Teambesprechung: Meikel Kupper (r.) und Cotrainer Max Dinslaken.

Die Spielvereinigung Rheidt führt als Aufsteiger in die Kreisliga A das Klassement an

„Wir gehen in die Rückrunde mit dem Ziel, unsere jetzige Position zu verteidigen“, legt der erfolgreiche Rheidter Trainer Meikel Kupper die Messlatte in der Kreisliga A der Fußballer ziemlich hoch.

Dieses Ziel kann er auch getrost ausrufen, da die Vorbereitung optimal für den Aufsteiger Spielvereinigung Rheidt als „kleiner Dorfverein“ läuft. Als Aufsteiger führen die Rheidter die Kreisliga A als Tabellenführer an und schielen auf den Durchmarsch. Es wurde auch bewusst darauf verzichtet, neue und höherklassig spielende Fußballer zu holen. Weiterhin wird das Augenmerk auf die Weiterentwicklung der eigenen Juniorenspieler gelegt.

Ganz junges Team

„Ich glaube, wir sind der Verein mit dem jüngsten Altersdurchschnitt im Rhein-Erft-Kreis und darauf wollen wir weiter bauen“, nennt der Übungsleiter Kuppel seine Philosophie von seiner Fußballmannschaft. Außergewöhnlich ist schon, dass im kleinen Bergheimer Ortsteil drei Mal die Woche trainiert wird.

Das ist für die Spieler aber nichts Neues, da schon in der B- und A-Jugend drei Mal wöchentlich das Training stattfindet. „Ab und zu gebe ich, wenn die Belastung sehr hoch war, freitags frei, woraufhin einige Jungs das nicht verstehen wollen“, beschreibt Kupper mit einem breiten Lächeln, wie engagiert und motiviert seine Spieler zu Werke gehen. Dies zeigt sich vor allem an der Trainingsbeteiligung, die außergewöhnlich hoch ist.

Fokus auf die Jugend gerichtet

Als der gebürtige Mettmanner, der zuvor nach Glessen umgezogen war, den Trainerposten als Nachfolger von Wolfgang Rieger im Dezember 2022 übernahm, bestand die Mannschaft aus gerade mal 13 Spielern. Kuppers größte Aufgabe war es, den Nachwuchs aus der A-Jugend, die in der Bezirksliga unterwegs ist, davon zu überzeugen, auch für die SV Rheidt in der Kreisliga B zu spielen.

Der 41-Jährige schaute sich die Trainingseinheiten und auch viele Spiele der Jugendmannschaften an und lud die jungen Kicker immer wieder zur ersten Mannschaft ein, wo er sie mit einem für diese Klasse sehr anspruchsvollen Training zu überzeugen wusste und sie dazu bewog, dem Verein treu zu bleiben.

Großes Selbstbewusstsein

Jetzt ist die SVR so weit, dass die besten Jungs gerne bei ihrem Verein bleiben möchten. In die neue Saison ist der Aufsteiger schon mit dem Ziel gestartet, eine vernünftige Rolle im oberen Bereich der Tabelle der Kreisliga A zu spielen. Dieses Selbstvertrauen schöpften die Verantwortlichen aus den guten Ergebnissen in der verheißungsvollen Vorbereitung des vergangenen Sommers gegen gute Gegner.

Ein großer Gewinn war auch die Rückkehr von Clemens Bong aus der Landesliga. Der „Rheidter Jung“ hat richtig Bock auf seinen Jugendverein. „Seitens des Vereins gibt es keinen Druck auf uns, dass wir unbedingt aufsteigen müssen, aber nach der Tabellenführung zur Winterpause, gehe ich jetzt nicht in die zweite Runde mit der Aussage, Fünfter zu werden. Auch wenn die Gegner sich jetzt besser auf uns einstellen können, will ich bis zum letzten Spieltag um die Tabellenspitze mitspielen“, so ein selbstbewusster Rheidter Trainer Meikel Kupper.