Erftstadt – Nach der dritten Mitgliederversammlung haben sich die Verhältnisse bei den Grünen in Erftstadt geklärt. Die Listenplätze sind vergeben. Ratsfrau Elke Griemens ist von ihrem Rücktritt von Listenplatz eins wieder „zurückgetreten“: Sie führt jetzt offiziell die Liste an. Parteivorsitzender Ulrich Eckhoff behält Listenplatz zwei. Damit steht nun aber auch fest, dass der amtierende Fraktionsvorsitzende Adi Bitten der neuen Fraktion der Grünen im Erftstädter Rat nicht mehr angehören wird. Er hat keinen Listenplatz.
Auf Listenplatz eins der Grünen in Erftstadt ist Elke Griemens gewählt. Auf Platz zwei folgt der Parteivorsitzende Ulrich Eckhof. Listenplatz drei belegt Ratsfrau Jutta Zilles.
Auf Listenplatz vier wurde Ratsherr Michael Herwartz gewählt. Platz fünf hat Marion Sand inne. Auf sechs folgt Christian Volk, und auf Listenplatz sieben folgt Christian Kesting.
Die erste Mitgliederversammlung wurde aus formellen Gründen abgebrochen. Nach der zweiten Mitgliederversammlung am Montag in der vergangenen Woche war die Verwirrung maximal. Bei einer Kampfkandidatur zwischen Eckhoff und Bitten um Listenplatz zwei setzte sich Eckhoff durch.
Griemens nimmt ihren Listenplatz wieder an
Daraufhin trat Elke Griemens, gerade erst auf Listenplatz eins gewählt, von diesem Platz wieder zurück. Nach zeitaufwendigen Doppelkandidaturen für die Listenplätze drei und vier wurde die Versammlung weit nach Mitternacht abgebrochen. Daraufhin war unklar, wie weiter verfahren werden muss. Rücken die Gewählten nach dem Rücktritt von Griemens auf? Muss Listenplatz eins durch erneute Wahl vergeben werden? Wie wirkt sich die Frauenquote aus?
Alle diese Fragen erübrigten sich bei der dritten Mitgliederversammlung am vergangenen Montag dadurch, dass Griemens den Listenplatz eins nun doch annahm. Die weiteren Listenplätze wurden durch das normale Wahlverfahren vergeben, wobei jeder ungerade Platz an eine Frau ging. Adi Bitten war zur Zeit der Versammlung im Urlaub. Zwar hatte er angekündigt, sich mit Hilfe einer Vollmacht vertreten zu lassen, dazu kam es aber nicht. Er hat damit keinen Listenplatz.
„Vor den Wahlgängen hatten wir eine einstündige Aussprache“, sagt Eckhoff. „Dabei haben wir unsere gegenseitige Wertschätzung herausgearbeitet und uns dafür entschieden, den Weg zur Wahl auf Basis unseres einstimmig beschlossenen Wahlprogramms gemeinsam zu gehen.“ Eckhoff lässt offen, ob er das Amt des Fraktionsvorsitzenden anstrebt. „Wir haben jetzt erst einmal einen Strich unter die Streitigkeiten der Vergangenheit gezogen. Was die Zukunft bringt, müssen wir abwarten.“