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Heimatfreunde Niederaußem/AuenheimGeschichte haargenau ergründet

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Bergheim-Niederaußem – 40 Jahre ist es her, dass der Grundstein für den Verein der Heimatfreunde Niederaußem/Auenheim gelegt wurde: Am 19. November 1974 taten sich zehn Männer in der Niederaußemer Gaststätte „Zur Traube“ zusammen, um sich künftig einer Vielzahl von Aufgaben zu widmen. Die Geschichte ihrer Heimat wollten sie ergründen, alte Sitten pflegen, heimatkundliche Sammlungen aufbauen, Denkmäler erhalten, Geschichte niederschreiben und weitergeben, sich um den Naturschutz kümmern und noch einiges mehr.

„Diesen Aufgaben widmen wir uns noch heute“, sagt der Vorsitzende des Vereins, der frühere Ortsbürgermeister und passionierte Hobbyfotograf Rolf Kremer. Dass der Verein vier Jahrzehnte lang unbeirrt seinen Weg gegangen ist, mag der Kontinuität zu verdanken sein: Von den zehn Gründungsmitgliedern sind die meisten noch dabei, allen voran der inzwischen zum Ehrenvorsitzenden ernannte Norbert Esser, der Seele und Motor des Vereins ist und erst vor einigen Tagen seinen 80. Geburtstag feiern konnte.

160 Mitglieder

Von Beginn hatten die Heimatfreunde viel zu tun. Sie hielten die Partnerschaft Niederaußems mit dem französischen Briey am Leben, sie bewahrten den Ordenshof in Auenheim, der nun Vereinssitz ist, vor dem Abbruch, sie legten im Gewerbegebiet eine Obstwiese an, ließen Wegekreuze aufstellen und tragen seit Jahren zusammen, was historischen Wert hat – von Totenzetteln, Postkarten und Heiligenfiguren bis hin zu römischen oder steinzeitlichen Funden. Rund 160 Mitglieder hat der Verein heute, einen großen Zuwachs erfuhr er fünf Jahre nach der Gründung, als eine 50-köpfige Wandergruppe hinzustieß, die sich noch heute einmal im Monat auf die Socken macht.

Zahlreiche Bücher und noch mehr „Heimatblätter“ zu vielen Themen haben die Heimatfreunde veröffentlicht. Bald soll das nächste Heft erscheinen, in dem sich Loni Schneider dem Absturz eines britischen Bombers am 3. November 1943 in Niederaußem widmet. Die Heimatfreunde sind gerade dabei, den Weg in die Zukunft anzutreten. Alte Dias werden digitalisiert, und auch Norbert Esser wird sich an der Umwandlung alter Texte und Bilder beteiligen: Zum 80. Geburtstag hat er einen Scanner geschenkt bekommen.