Bergheim-Ahe – Die Konzertreihe im Pianomuseum Haus Eller geht in das zehnte Jahr. Nach zaghaften Anfängen bietet Musikverleger Christoph Dohr seit Jahren Konzerte fast im Zwei-Wochen-Rhythmus an, „damit möglichst viele uns besuchen können“, betont der rührige Veranstalter stets mit Blick auf die geringe Kapazität des Sälchens im denkmalgeschützten Vierkanthof in der Sindorfer Straße 19.
Zum Start ins Halbjahr haben die Pianos aber noch verlängerte Sommerpause. Dohr bietet am kommenden Sonntag, 14. September, ab 18 Uhr zum Tag des offenen Denkmals eine Führung durch das Haus und durch die Instrumentensammlung an. Diesmal soll der Schwerpunkt auf den Clavichorden liegen, die wegen ihrer geringen dynamischen Möglichkeiten kaum noch in Konzerten zum Einsatz kommen.
Die acht Konzerte beginnen sonntags jeweils um 18 Uhr: 28. September: Natalia Lentas spielt C.Ph. E. Bach, Haydn und Clementi; 26. Oktober: Natalia Lentas spielt W.F. Bach Haydn, Mozart und Clementi; 2. November: Das Lombardini-Trio mit Freunden spielt Boccherini-Klavierquintette; 9. November: Rolf Hennig-Scheifes und Christoph Dohr spielen Brahms, Ein Deutsches Requiem mit Bildern und Texten von Barbara Hennig; 23. November, Chiharu Abe (romantische Violine) und Tomas Synofzik (Hammerflügel) spielen Bach, Schumann und Schubert; 14. Dezember: Weihnachtskonzert der Familie Dohr; 11. Januar: Neujahrskonzert mit Jacob Leuschner; 25. Januar, Ensemble TRIA spielt Beethoven. Am Sonntag, 14. September findet zum Tag des offenen Denkmals eine Führung statt. Am Montag, 6. Oktober, spielt Christoph Dohr ab 14 Uhr im Seniorenkonzert Musik aus Klassik und Biedermeier zu Kaffee und Kuchen.
Bis zum Sonntag, 25. Januar, wechseln sich in Ahe bekannte Künstler und Instrumente ab. So wird Natalia Lentas ebenso zu hören sein Rolf Hennig-Scheifes und Jacob Leuschner. Erklingen werden der Mozart-Hammerflügel von 1797, der Rancke-Hammerflügel von 1825, der Streicher-Flügel von 1861, wie Brahms ihn vermutlich im Wohnzimmer stehen hatte , und der immer wieder gern gehörte Baumgartner Hammerflügel von 1830.
Im Oktober wird es in Zusammenarbeit mit der Alzheimer-Gesellschaft Rhein-Erft ein Klassik- und Biedermeierkonzert mit Führung für Senioren und Kaffee und Kuchen geben, im November spielen der Hausherr und Rolf Hennig-Scheifes vierhändig Brahms’ Deutsches Requiem in Bearbeitung des Komponisten mit projizierten Bildern und Texten von Barbara Scheifes.
Als Highlight wird am Sonntag, 2. November, das Mönchengladbacher Lombardini-Trio mit Freunden Klavierquintette von Boccherini spielen. Am dritten Adventssonntag, 14. Dezember, spielt Familie Dohr wie gewohnt beim Weihnachtskonzert auf.
Nicht erklingen werden zwei neue Instrumente der Sammlung. Unter anderem ein Konzert-Cembalo von Maendler-Schramm aus München. Im vergangenen Jahrhundert als wohl das größte Instrument der Manufaktur gebaut, fand das zweimanualige Instrument mit fünf Zügen vom Konservatorium Tilburg zu einem niederländischen Pfarrer, der es jetzt Christoph Dohr für seine Sammlung anbot.
Führungen durch das Pianomuseum sind nach Terminvereinbarung unter der Rufnummer (0 22 71) 70 72 05 möglich, ebenso wie Platzreservierungen der stets ohne Eintritt, aber gegen Spenden angebotenen Konzerte, die generell um 18 Uhr beginnen.
www.pianomuseum.eu
