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Brücke gesperrtSo soll aus dem Teich am Gleueler Bach in Hürth eine Auenlandschaft werden

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Das Foto zeigt Baggerarbeiten im Bereich des Gleueler Bachs.

Abgebaggert wird Schlamm und Erde aus dem früheren Teich im Bachlauf.

Der Bachlauf wird naturnah umgestaltet. Das dient der Artenvielfalt und dem Hochwasserschutz. Kröten hatten die Arbeiten zunächst aufgehalten.

Am Gleueler Bach im Bereich der Gielenstraße wird derzeit gebaggert. Mit einigen Monaten Verspätung wird dort der Teich naturnah umgestaltet. Die Fußgängerbrücke ist zurzeit gesperrt. Daneben wurde mit Stahlplatten ein provisorischer Überweg geschaffen, über den die Baufahrzeuge rollen können. Mit dem Abschluss der Arbeiten rechnen die Stadtwerke aktuell für Ende November.

Gemäß dem Gewässerkonzept der Stadtwerke soll der Gleueler Bach naturnah umgebaut und ökologisch revitalisiert werden. Ein zentraler Baustein ist der Rückbau des künstlich aufgestauten Teichs innerhalb des Bachbetts. Das Gewässer war stark verschlammt und dicht bewachsen.

Hürth: Erdkröten sorgten für eine Verschiebung der Arbeiten

Ursprünglich sollte der Umbau bereits im März starten und sieben Wochen dauern. Doch das Bauunternehmen musste wieder abrücken, bevor es richtig angefangen hatte. Der Grund: Am Teich wurden Erdkröten entdeckt. Eigentlich sollte ein Amphibienzaun verhindern, dass die Tiere, die in Erdhöhlen überwintern und im Frühjahr zu ihren Laichplätzen wandern, in das Gewässer gelangen. Der Zaun wurde wieder abgebaut und die Arbeiten auf den Sommer verschoben.

Seit Juli wird nun gebaggert. Schlamm und Bodenaushub werden zunächst in der Nähe des Bachlaufs zwischengelagert. Das Material soll zur Umgestaltung des Geländes wiederverwendet werden. Zuvor müssen laut Stadtwerken Proben gezogen und analysiert werden.

Anstelle des Teichs entsteht ein leicht gewundener Bachlauf. Ergänzend werden Strukturelemente eingebracht, die vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen. „Das Wasser kann dadurch künftig freier, gleichmäßiger und natürlicher durch den Bach fließen“, so Stadtwerke-Sprecherin Martina Thiele-Effertz.

Der durch den Rückbau gewonnene Raum wird zu einer Aue mit Geländevertiefungen umgestaltet. Das dient auch dem Hochwasserschutz: Bei Starkregen können diese Mulden zusätzlich Wasser zurückhalten. Durch Einsaat heimischer Saatmischungen soll dann über mehrere Jahre hinweg eine dem Standort entsprechende Vegetation in den Auen und an den Böschungen heranwachsen. Im nächsten Schritt wollen die Stadtwerke den Gleueler Bach unterhalb von Sielsdorf aufweiten, um die Artenvielfalt dort zu fördern.