Die Brauchtumsparty kann am neuen Standort im Stadion steigen. Stadt und Funken Rot-Weiß Gleuel haben einen Nutzungsvertrag geschlossen.
Konzept genehmigtStadt gibt grünes Licht für „Kölsche Nacht“ im Stadion in Alt-Hürth

Das Stadion in Alt-Hürth wird Schauplatz für die 28. „Kölsche Nacht“ der Funken Rot-Weiß Gleuel.
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Die Stadt hat grünes Licht für die „Kölsche Nacht“ im Alt-Hürther Stadion gegeben. Damit kann die 28. Auflage der kölschen Brauchtumsparty unter freiem Himmel am Samstag, 5. September, ab 14 Uhr am neuen Veranstaltungsort stattfinden. Auf der Bühne stehen unter anderem die Höhner, Cat Ballou, Bläck Fööss und Räuber sowie der Schlagerparodist Guildo Horn.
Zwischen der Stadt Hürth und den Funken Rot-Weiß Gleuel sei am Mittwoch (1. Juli) ein Nutzungsvertrag für das Stadion geschlossen worden, bestätigte der Erste Beigeordnete Jens Menzel. Der Veranstalter habe die erforderlichen Konzepte unter anderem zu Brandschutz, Sicherheit, Verkehr und Schallschutz vorgelegt. Vorausgegangen sei ein längerer Abstimmungsprozess, sagte Menzel.
Seit 2012 gab es keine Großveranstaltung im Stadion Alt-Hürth
„Das war ein langer, ziemlich nervenzehrender Prozess“, so Funken-Vorsitzender Frank Tesch. Die Konzepte hätten komplett neu erstellt werden müssen, das habe Zeit erfordert. Seit 2012 gab es keine Großveranstaltung mehr im Stadion. Damals wurde dort beim Bundesschützenfest ein Gottesdienst mit 3000 Schützen gefeiert.
Zur „Kölschen Nacht“ werden bis zu 5000 Besucher erwartet. Um die Verkehrssituation rund um das Stadion zu entlasten, sollen Shuttlebusse eingesetzt werden. Sie fahren vom Bahnhof Kalscheuren über Hermülheim sowie von Berrenrath über Gleuel und Alstädten-Burbach bis zum Busbahnhof am Hürth-Park und nach der Veranstaltung wieder zurück. Außerdem ist eine direkte Verbindung zwischen dem Bahnhof Kalscheuren und dem Busbahnhof geplant.
Shuttlebusse sollen Besucher zum Stadion in Alt-Hürth bringen
Von dort aus können die Besucher das Stadion zu Fuß erreichen. Am Hürth-Park werden reservierte Parkflächen vorgehalten. Außerdem soll es gesicherte Fahrradstellplätze in der Nähe des Stadions geben. „Wir empfehlen allen Gästen, die Shuttlebusse und das Fahrrad zu nutzen“, so Menzel. Um 22 Uhr muss die Veranstaltung beendet sein. Auf ein Abschlussfeuerwerk wird diesmal verzichtet.
Tesch betonte, die „Kölsche Nacht“ sei ein wichtiges Aushängeschild der Funken Rot-Weiß Gleuel mit Strahlkraft über die Region hinaus. Er setze darauf, dass der Kartenvorverkauf nach dem Ende der Unsicherheit über die Genehmigung noch einmal anziehe. Wie viele Karten bislang verkauft wurden, wollte er nicht sagen.
Die „Kölsche Nacht“ fand bis 2025 auf der Seebühne am Otto-Maigler-See statt. Nach Meinungsverschiedenheiten hatte Strandbadbetreiber Christoph Hausmann die Zusammenarbeit mit den Funken Rot-Weiß Gleuel jedoch beendet. Die Karnevalsgesellschaft musste sich deshalb nach einem neuen Veranstaltungsort umsehen und wurde schließlich am Stadion fündig.
Unterdessen berichtete Hausmann, dass für sein am gleichen Tag stattfindendes Festival „Jeck am See“ bereits 75 Prozent der 5000 Tickets verkauft seien. Dort treten wie im Stadion Höhner und Räuber auf, außerdem unter anderem Paveier, Rabaue und Klüngelköpp. „Wir steuern auf einen Besucherrekord zu“, so Hausmann.
