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Mehr NutzerWie sich die Hürther Stadtbücherei zum Bildungsort und Treffpunkt entwickelt

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Das Foto zeigt zwei Nutzer in der Stadtbücherei.

Die Stadtbücherei ist nicht nur wegen ihres Medienangebots, sondern auch als Treffpunkt, Lernort und Veranstaltungsraum beliebt.

Die Leseförderung bleibt ein Schwerpunkt. Doch neben der klassischen Ausleihe gewinnen andere Angebote immer mehr an Bedeutung.

Die Stadtbücherei wandelt sich immer mehr von der klassischen Ausleihbibliothek zum gut besuchten Bildungs-, Veranstaltungs- und Begegnungsort. Das geht aus dem Jahresbericht von Büchereileiterin Barbara Hoevels hervor.

Zwar bekam die Bücherei im Bürgerhaus im Frühjahr 2025 neues Mobiliar und musste zwischen Januar und März für sechs Wochen geschlossen bleiben. Doch umgerechnet auf die Öffnungsstunden stieg die Zahl der Besucherinnen und Besucher sowie der Ausleihen gegenüber dem bereits starken Jahr 2024.

Hürther Stadtbücherei hat nun ein echtes Lesecafé

So verzeichnete das Büchereiteam pro Öffnungsstunde rund 138 Ausleihen, 18 mehr als im Jahr davor. Die durchschnittliche Besucherzahl pro Stunde stieg im Vergleich zum Vorjahr von gut 43 auf knapp 50. Auch die Zahl der Veranstaltungen in den Büchereiräumen nahm von 108 auf 137 und die der ihrer Besucherinnen und Besucher von 1824 auf 2354 zu – trotz der zeitweisen Schließung.

Nach Angaben von Barbara Hoevels kam die Umgestaltung der Bücherei bei den Nutzerinnen und Nutzern gut an. Vor allem das aktuelle Medienangebot, der neue Kinderbereich und das Lesecafé, in dem es seit Mai auch eine Kaffeemaschine gibt, seien beliebt.

Am Donnerstag ist Familientag in der Hürther Bücherei

Deutlich ausgeweitet wurde das Veranstaltungsangebot. Neu waren unter anderem Spielenachmittage und ein Escape-Game in den Sommerferien. Ein besonderes Highlight war nach Darstellung der Büchereichefin die Lesung mit der Moderatorin und Autorin Christine Westermann, die bereits Monate vor dem Termin ausverkauft gewesen sei. Unterdessen hat sich der Donnerstag inzwischen zum Familientag entwickelt. Beim Känguru-Leseclub lauschten Woche für Woche bis zu 25 Kinder den spannenden Geschichten.

Einen Schwerpunkt setzt das Büchereiteam weiterhin bei der Leseförderung und der Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen. 70 Kita-Gruppen und Schulklassen waren im vergangenen Jahr bei Bibliotheksführungen dabei. Die Angebote verbinden klassische Leseförderung mit spielerischen und digitalen Elementen.

Hürth: Bücherei-Führerschein und Recherchetraining

Für Kita- und Grundschulkinder gibt es den Bücherei-Führerschein, Programmierangebote mit den Computer-Bienen „Bee-Bots“ sowie Angebote wie die „Monsterjagd“, die „Wörterfabrik“, einen digitalen Drei-???-Parcours und ein Schattentheater. Für die weiterführenden Schulen werden Recherchetrainings, „Book-Casting“ und der Parcours „Rettet Ratte Rieke“ angeboten, bei dem Fünft- und Sechsklässler gemeinsam analoge und digitale Rätsel lösen.

Als neuer Kooperationspartner ist 2025 die Realschule dazugekommen. Für die Unterstufe stellt das Büchereiteam Leseboxen zusammen, die während des Schuljahrs in der Klasse bleiben. Außerdem besuchen die fünften und sechsten Klassen die Bücherei.

Hürther Stadtbücherei verleiht künftig auch Spielkonsolen

Neben der Bilanz warf Hoevels auch einen Blick in die Zukunft. So wird die Bücherei ihren Bestand in der „Bibliothek der Dinge“ um Spielkonsolen und die entsprechenden Konsolenspiele erweitern. 80 Prozent der Kosten steuert das Land als Fördermittel bei.

Aktuell nimmt die Stadtbücherei nach längerer Pause auch wieder am Sommerleseclub mit neuem Konzept teil. Über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich für die noch bis zum 29. August laufende Aktion als „Lesehelden“ oder in Leseteams angemeldet.

Darüber hinaus beteiligt sich die Hürther Stadtbücherei an einer Bibliotheksstudie, bei der die Zufriedenheit und Wünsche der bisherigen Nutzer, aber auch die Gründe ermittelt werden sollen, warum andere Menschen die Bücherei nicht nutzen.