Brühl – „Integration passiert nicht von selbst. Man braucht Menschen, die sich dafür einsetzen“, betonte Bürgermeister Dieter Freytag am Dienstag im Rathaus bei der Vorstellung des „100pro – Integrationspreis 2014“, den die Kreissparkasse Köln mit Unterstützung des Stadtsportverbands Brühl in diesem Jahr vergibt. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Darüber hinaus werden Sachpreise vergeben.
„Vor allem Vereine sind bei der Integration von zugewanderten oder sozial oder anderweitig benachteiligten Menschen sehr wichtig“, sagte Freytag. Im Fußball gebe es schon viele solcher Initiativen, die für die soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen von großer Bedeutung seien. „Sport lebt Integration“, unterstrich der Bürgermeister.
„Wir wollen das Thema in möglichst viele Vereine transportieren und die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren“, erklärte Nicole la Noutelle, Regionaldirektorin der Kreissparkasse Köln in Brühl. Der Integrationspreis sei im Jahr 2010 erstmals im Rheinisch-Bergischen Kreis vergeben worden. Im vergangenen Jahr sei dann die Stadt Wesseling an der Reihe gewesen, und nun werde der Staffelstab an Brühl übergeben.
Anträge sollen eine Kurzbeschreibung des Projekts, Hintergründe, Entstehungsgeschichte und die beteiligten Akteure sowie Projektziele, -maßnahmen und -laufzeit beinhalten. Auch die Besonderheiten sollen herausgestellt und Belege (zum Beispiel Fotos, Videos) eingereicht werden.
Bewerbungen können noch bis zum 31. Dezember am Michael Groll, Comesstraße 25, oder per E-Mail an michael.groll@stadtsportverband-bruehl.de geschickt werden.
„Das Ziel ist, möglichst viele Sportvereine mit ins Boot zu holen“, betonte der Vorsitzende des Stadtsportverbands, Michael Groll. In den Brühler Sportvereinen gebe es im Bereich Integration schon viele Aktivitäten. „Die 1000 Euro sind auch ein Ansporn und ein Anreiz, neue Projekte ins Leben zu rufen“, so Groll. Im Stadtsportverband seien derzeit 42 Sportvereine organisiert. „Doch auch Vereine aus anderen Bereichen können sich bewerben, wenn sie eine Aktion durchführen, die mit Sport zu tun hat“, betonte Groll. Ein wichtiges Kriterium sei auch die Nachhaltigkeit. „Es wäre schön, wenn Projekte über mehrere Jahre gehen würden“, so Groll. Auch der Erfolg und die Nachhaltigkeit sowie Eigeninitiative und regionale Verankerung werden bewertet. Bei den Projekten kann es sich auch um Kooperationen mit Schulen, Kindergärten, sozialen Einrichtungen, Verbänden und Initiativen handeln.
Die Integrationsbeauftragte der Stadt Brühl, Daniela Kilian, die neben Freytag, La Noutelle und Groll in der Jury sitzt, ist „schon sehr gespannt auf die hoffentlich zahlreichen Bewerbungen“.
