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Johnny SchifferErinnerung bleibt wach

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Auch 65 Jahre nach dem Unfall erinnert ein Holzkreuz an Jonny Schiffer. Sein Freund Heinz Tesch zündet dort oft eine Kerze an.

Bedburg-Kaster – Der Jahrestag eines tragischen Unfalls jährt sich zum 65. Mal: Am 12. August 1947 stürzte der damals elfjährige Jonny Schiffer aus Köln-Ehrenfeld bei einem Zeltlager im Epprather Wald in sein eigenes Messer und verblutete. Die Erinnerung an den Jungen Jonny wird heute noch mit einem Holzkreuz wachgehalten.

An dem Zeltlager hatten damals die Pfarrjugend der Ehrenfelder Gemeinde St. Anna und die Messdiener aus Kaster teilgenommen. Bei einer Schnitzeljagd ereignete sich das Unglück. Für Jonny Schiffer kam jede Hilfe zu spät, auch im Bedburger Krankenhaus konnte man dem Jungen nicht helfen.

Viele haben seitdem das Gedenken an Jonny gepflegt. Die ehemaligen Bürgermeister Willy Harren (Bedburg) und Heinz Tesch (Elsdorf) halten es in Ehren, der Heimatforscher Helmut Stassen notierte das Unfallgeschehen, und Schreinermeister Peter Wirtz restaurierte vor zehn Jahren das Kreuz.

Zunächst wurde bereits 1947 an der Unglücksstelle ein Denkmal für Jonny Schiffer errichtet, das jedoch weichen musste, als der Epprather Wald dem Braunkohlentagebau zum Opfer fiel. Das Gedenkkreuz verschwand in den Kellern verschiedener Rathäuser, bis es vor zehn Jahren im inzwischen rekultivierten Tagebaugebiet am Kasterer See wieder aufgestellt wurde.

Während das Denkmal vor fünf Jahren in neuem Glanz erstrahlte, nachdem es aus Reihen der Bruderschaft St. Sebastianus und Gregorius neu gestrichen worden war, macht es inzwischen wieder einen verwitterten Eindruck. Die Inschrift ist kaum noch zu lesen. Aber die Grableuchte davor brennt fast immer.

Neben anderen hat Heinz Tesch, der ebenfalls aus Ehrenfeld stammt und als Kind mit Jonny Schiffer befreundet war, immer eine Kerze dabei, wenn er am Kasterer See spazieren geht.

(fun)