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Kompromiss gesucht
Bezirksregierung Köln lehnt Wahl des Kerpener Beigeordneten Dominik Laufs ab

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Dominik Laufs (links), hier bei seiner Wahl zum Ersten Beigeordneten der Staadt Kerpen.

Dominik Laufs (links), hier bei seiner Wahl zum Ersten Beigeordneten der Staadt Kerpen.

Die Entscheidung wurde im engen Austausch mit dem Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung getroffen.

Vor einer Woche hat die Bezirksregierung Köln angekündigt, die Wahl des Kerpener Beigeordneten Dominik Laufs abzulehnen. Der Grund: Dem Juristen fehlt es an Führungserfahrung. Für Bürgermeister Dieter Spürck und die Vertreter der Ratsfraktionen kam die Nachricht überraschend. Noch immer ist unklar, wie es nun mit Laufs weitergeht.

Nach eigener Aussage hat die Bezirksregierung ihre Entscheidung in „engem Austausch“ mit dem Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung getroffen. Den Inhalt der Gespräche stimmte die Bezirksregierung auch mit der Unteren Kommunalaufsicht des Rhein-Erft-Kreises ab – und die schloss sich der Meinung an.

Kommunalaufsicht hatte zunächst keine Bedenken gegen Lauf

Das war allerdings auch Teil der Kritik von Spürck. Die Kommunalaufsicht habe nämlich zunächst mitgeteilt, dass sie keine Bedenken gegen die Wahl und die Ernennung von Laufs habe, heißt es in einem Schreiben des Bürgermeisters. Für den Kreis ist das Thema Beigeordnetenwahl in Kerpen vorerst erledigt. „Mit dem aktuellen Teil des Verfahrens haben wir nichts mehr zu tun“, sagt Thomas Schweinsburg, Pressesprecher des Rhein-Erft-Kreises. Der Kreis ist laut Schweinsburg erst wieder zuständig, wenn Kerpen einen neuen Beigeordneten wählt – oder wenn die Kolpingstadt beschließt, rechtlich gegen die Entscheidung der Bezirksregierung vorzugehen.

In der kommenden Woche soll es Gespräche zwischen der Kerpener Verwaltung und den Fraktionschefs geben. Thema ist bei ihnen schon jetzt ein Kompromissvorschlag der Bezirksregierung. Sie schlug vor, Laufs zwei Jahre lang in verschiedenen Abteilungen der Stadt zu beschäftigen. So könne er die nötige Führungserfahrung für das Beigeordnetenamt sammeln. Doch Bürgermeister Dieter Spürck lehnt diesen Kompromiss bisher ab.

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