Abo

Serie „Mein Lieblingsplatz“Die Tennishalle Kerpen erinnert Andreas Weyrauch an seine Jugend

2 min
Das Foto zeigt einen Mann mit einem Tennisschläger vor einer Tennis- und Badminton-Halle.

Andreas Weyrauch am Eingang der „Racket Arena Kerpen“ ehemals Tennishalle Kerpen.

Nach Schulschluss hielt er sich gern in der Küche bei seinen Eltern, beim Barkeeper oder in der Tennishalle auf.

„Die Tennishalle Kerpen ist seit vielen Jahren meine Rückzugsoase, meine Akkustation für die Seele“, sagt Andreas Weyrauch (65). Und das aus gutem Grund, wie der ehemalige Kultwirt des „Ahle Konsum“ in Balkhausen sehr anschaulich zu berichten weiß.

Kerpen: Eltern waren leidenschaftliche Gastronomen

Seine Eltern, leidenschaftliche Gastronomen, folgten 1973 dem Ruf von Ludwig Zenger, einem Unternehmer aus Kerpen. Der hatte, dem damaligen Tennisboom folgend, den Bau einer Tennishalle in Kerpen geplant. Und zu einer Tennishalle gehört nun mal auch ein Restaurant, für das Zenger das Ehepaar Weyrauch vorgesehen hatte. So zog die Familie mit dem dreizehnjährigen Andreas von Köln-Vogelsang nach Kerpen und bezog eine Wohnung direkt an der Tennishalle.

Während die Eltern nun die „Tessiner Stuben“, das exklusive Restaurant der Tennishalle betrieben, absolvierte das „verwöhnte Einzelpänz“, wie Weyrauch sich selbst beschreibt, das letzte Jahr an der Hauptschule. Nach Schulschluss hielt er sich gern in der Küche bei seinen Eltern, beim Barkeeper oder in der Tennishalle auf. So wuchs er in die Gastronomie hinein, lernte beim Service den Umgang mit den Gästen und sprang auch oft beim Tennisspiel ein, wenn mal gerade ein Matchpartner fehlte.

Das Foto zeigt einen Mann, der auf einer Treppe sitzt.

Andreas Weyrauch auf der Treppe der „Racket Arena Kerpen“.

Seine Lehre zum Einzelhandelskaufmann absolvierte er beim Kaufhof in Köln und leitete anschließend die Lebensmittelabteilung. Seine Eltern verließen nach fünf Jahren die Tennishalle und übernahmen die Bahnhofsgaststätte Hackenbroich in Kerpen.

Andreas Weyrauch war inzwischen bei der Firma „DUNI“ als Gebietsleiter, später bei „Saum und Viebahn“ als Raumausstatter in Kulmbach tätig, bis er, seinem Herzen und der Liebe zur Gastronomie folgend, am 1. April 2000 den St.Hubertus Biergarten in Kerpen übernahm. Wann immer es ihm möglich war, machte er sich auf zu seinem „Lieblingsplatz“, der Tennishalle in Kerpen, seinem ehemaligen Zuhause, wo er so viel gelernt hatte. Das alles setzte er schließlich in seinem unverwechselbaren , sympathischen, kreativen Stil von Juli 2003 bis zum 30. Dezember 2023 in seinem „Ahle Konsum“ in Balkhausen um.

Heute ist er Privatier, mit seiner Frau Andrea viel unterwegs und arbeitet an seinem Buch. Sein Lieblingsort ist und bleibt jedoch die Tennishalle in Kerpen, heute „Racket Arena Rhein-Erft“. „Man ist hier vom Stadtgebiet Kerpen raus in der freien Natur! Dieser Ort hat mich für mein Leben geprägt!“


Ein besonderer Weg am Ommelstal

Morgen geht es nach Pulheim. Sabine Frömel stellt ihren Lieblingsort vor: Einen Weg, der von ihrem Heimatdorf Geyen und am Ommelstal hinauf in Richtung Manstedten führt.