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Finanzen Kerpener Grüne setzen zur Konsolidierung auf strukturelle Veränderungen

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Das Foto zeigt das Kerpener Rathaus.

Im Kerpener Rathaus ging es in der jüngsten Ratssitzung um den Haushalt der Stadt.

Die Grünen wollen sich laut eigenen Angaben weiter am wirkungsorientierten Haushalt orientieren und keine Investitionen auf Eis legen.

Auch die Kerpener Grünen reagieren nun auf den von der Kommunalaufsicht freigegebenen Haushalt der Kolpingstadt. Für die Finanzen des aktuellen Jahres gab es allerdings nicht nur Lob von der Aufsichtsbehörde. Kreisdirektor Michael Vogel hatte den Kerpener Haushalt für das Jahr 2026 genehmigt, zwar ohne Auflagen, aber mit überaus deutlichen Hinweisen, in den kommenden Jahren erkennbar zu sparen. Dabei dürfe die Politik auch eine Schließung der Schwimmbäder nicht ausklammern.

Die Grünen sagen: „Viel zu spät – aber der Haushalt 2026 ist freigegeben und kann umgesetzt werden. Das ist eine gute Nachricht für Kerpen – und gleichzeitig der Startschuss für die nächste Runde, denn nach dem Haushalt ist vor dem Haushalt.“

Kerpen: Defizite nicht dauerhaft aus Reserven finanzieren

Die Nachricht der Kommunalaufsicht, dass Kerpen derzeit von seinen Rücklagen lebe, sei angekommen. „Nach der aktuellen Planung würde sich das städtische Eigenkapital von 2026 bis 2029 um rund 72,7 Millionen Euro reduzieren. Noch ist kein Haushaltssicherungskonzept notwendig – dauerhaft können wir unsere Defizite aber nicht aus den Reserven finanzieren“, schreiben die Co-Vorsitzenden der Fraktion Annika Effertz und Ruth Donner.

„Die heutige Haushaltslage ist nicht in den vergangenen Monaten entstanden. Sie ist das Ergebnis vieler Jahre und lässt sich deshalb nicht kurzfristig korrigieren. Uns geht es aber nicht darum, alte Rechnungen aufzumachen. Wir wollen nach vorne schauen“, sagt Effertz.

Ein Schwerpunkt liege daher künftig auf strukturellen Veränderungen. Die Grünen wollen sich laut eigenen Angaben zudem an einem wirkungsorientierten Haushalt orientieren und keine Investitionen auf Eis legen. „Wer heute eine notwendige Investition unterlässt und dafür morgen das Doppelte für Reparatur und Sanierung bezahlt, hat nicht gespart. Wir müssen investieren – aber klarer entscheiden, was notwendig ist, was zuerst kommt und wie wir wirtschaftlicher bauen“, sagt Eric Winzer, der die Grünen zusammen mit Ruth Donner im Haupt-, Feuer und Finanzausschuss vertritt. Das gelte auch für die Kerpener Schwimmbäder.