Ursprünglich seien Einfamilienhäuser geplant gewesen, kritisiert die SPD. Die Planungen zeigten aber Mehrfamilienhäuser.
Offene FragenIrritation über Baupläne an der Alten Glashütte in Kerpen

Front und Giebel des ehemaligen Verwaltungsgebäudes an der Hüttenstraße.
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Nicht nur die Periskop Development GmbH will an der Hüttenstraße in Sindorf, im Umfeld der ehemaligen Glasfabrik bauen. Auf einem weiter östlich gelegenen Areal will die Bauwens Unternehmensgruppe bis zu 118 Wohneinheiten nach dem Paragrafen 34 Baugesetzbuch entwickeln. Dieser sieht ein vereinfachtes Verfahren vor, die Gebäude müssen sich jedoch in den angrenzenden Baubestand städtebaulich einfügen und die Erschließung muss gesichert sein.
Bei einer Präsentation im Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Umwelt zeigten sich jedoch sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Politiker überrascht über die derzeitigen Planungen des Investors.
Kerpen: Häuser sollen vier- und dreigeschossig werden
Ursprünglich, so gab es Kritik aus den Reihen der SPD, seien zumindest an einer Seite Einfamilienhäuser geplant gewesen. Die Planungen zeigten nun aber Mehrfamilienhäuser. Sie wirkten deutlich wuchtiger als die zuvor vorgestellten schmalen Stadthäuschen. Der Erste und Technische Beigeordnete Thomas Marner verdeutlichte jedoch, dass die Häuser genauso hoch seien wie zuvor und nun durch die Flachdächer höher wirkten.
Auf 8.575 Quadratmetern Wohnfläche in vier- und dreigeschossigen Gebäuden sollen Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen entstehen, die alle förderfähig gebaut würden, so der Entwickler. Welcher Anteil am Ende tatsächlich zu Sozialwohnungen werde, stehe noch nicht fest. Aktuell sei von 50 Prozent auszugehen, so der Investor in der Sitzung.
Im Zentrum der sechs Wohnblöcke sollen Spiel- und Begegnungsflächen entstehen. In einem der Gebäude ist zudem eine kleine Gewerbefläche eingeplant. Weiter sind etwa 128 Stellplätze für Pkw und 120 für Fahrräder vorgesehen.
Aufgrund der offenen Fragen, die neben dem Anteil der Sozialwohnungen und der Art der Bebauung auch die Schadstoffbelastung des Bodens umfassten, beschlossen die Ausschussmitglieder erst nach einer entsprechenden Klärung in der nächsten Sitzung im September weiter zu planen.
