Warum an der Brückenbaustelle seit Wochen nichts mehr läuft.
Neue BrückeArbeiten am Bauwerk über Erftflutkanal bei Kerpen sollen Mitte August fertig sein

Seit Wochen geht es an der Baustelle der Brücke über die Erft am Parrigwald nicht weiter. Nun sollen bald das Geländer montiert und Restarbeiten erledigt werden.
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Bis Mitte August soll die neue Brücke über den Erftflutkanal am Broichwald fertig sein. Dann soll ein, zwei Wochen später auch der Hauptweg durch den Wald wieder freigegeben werden. Dies kündigte nun die Stadt Kerpen an.
Die zweite Brücke im Wald selbst ist schon fertig gestellt. Der Fuß- und Radweg durch den Wald, der über die beiden Brücken führt, ist für Spaziergänger und Radfahrer eine wichtige Verbindung von Kerpen-Mitte nach Türnich und zum Erftradweg. Für den Brückenneubau ist eine Umleitung durch den Wald ausgewiesen worden, die die direkte Verbindung aber nicht wirklich ersetzen kann.
Seit Wochen Stillstand
Nachdem im Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen wurde und der Rohbau der Brücke schon steht, herrscht seit Wochen Stillstand auf der Baustelle. Kein Bauarbeiter ist weit und breit zu sehen, was manche Waldbesucher nervt. Vor rund zwei Jahren hatte sich ein ähnliches Brückenbauprojekt im Parrigwald bei Horrem über ein Jahr hingezogen und viel Unmut erzeugt. „Die Brücke am Broichwald ist soweit fertig, besonders das Geländer fehlt aber noch“, berichtet nun Michael Esser, Leiter des Tiefbau- und Grünflächenamtes.
Anfang Juni waren die Betonarbeiten abgeschlossen worden, jetzt werde das Geländer produziert. „Wir haben als Stadt Druck gemacht, dass keine Zeit verloren geht“, so Esser. Die Brücke hat eine Tragfähigkeit von 40 Tonnen, eine Spannweite von 14 Metern und ist vier Meter breit. Sie kann damit auch von schweren Fahrzeugen genutzt werden – etwa, wenn Sicherungsmaßnahmen im Wald nötig sind und die Gefahr besteht, dass Bäume umkippen oder Äste auf Wege fallen.
Über die Größe des Bauwerks hatte es zuvor Auseinandersetzungen zwischen dem Forstamt, der Stadt und Umweltschützern gegeben, die die Brücke für überdimensioniert hielten. Die Kosten betragen rund 380.000 Euro.
