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Kommentar zur NachhilfeSchüler leiden unter den hohen Hürden deutscher Bürokratie

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Ein Nachhilfelehrer aus dem Rhein-Erft-Kreis hat Alarm geschlagen.

  1. Bei Kindern, deren Eltern sich Nachhilfe nicht leisten können, gibt es finanzielle Hilfe vom Bund.
  2. Doch im Rhein-Erft-Kreis müssen Eltern aktuell Monate darauf warten, Hilfe zu bekommen.
  3. Ein Kommentar.

Ja, Corona wirft seit eineinhalb Jahren alles durcheinander. Ja, auch die Behörden haben mit Personalproblemen zu kämpfen. Trotzdem darf es nicht sein, dass ausgerechnet Schülerinnen und Schüler das ausbaden müssen.

Corona hat viele Kinder und Jugendliche zurückgeworfen, sozial sowieso, aber auch, was das Lernen angeht. Die Arbeit der Nachhilfelehrerinnen und -lehrer, ob privat oder institutionell, hat vor diesem Hintergrund eine noch höhere Bedeutung als zuvor. Ob Schüler Nachhilfe in Anspruch nehmen können, das sollte nicht vom Geld abhängen. Deshalb ist es gut, dass es das Bund- und Teilhabepaket gibt.

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Wenn die Mittel aber nicht an den richtigen Stellen ankommen oder deutlich zu spät, dann läuft etwas falsch. Es gilt also, anzupacken und Strukturen so zu verändern, dass Eltern nicht Monate auf Bewilligungen ihrer Anträge warten und Institute erst nach einem halben Jahr über fehlende Dokumente informiert werden. Letztlich sind es die Kinder und Jugendlichen, die unter den hohen Hürden deutscher Bürokratie leiden.