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Kunst- und Medienviertel in EfferenWerk P2 wird scheibchenweise verkauft

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Hürth-Efferen – In das Kunst- und Medienviertel in Efferen ist Bewegung gekommen. Während die Bernd-Reiter-Gruppe, die das architektonisch herausstechende Stadtviertel auf dem Gelände der ehemaligen Gießerei und Schlosserei Klefisch errichtet hatte, im vergangenen Jahr damit begonnen hat, das ehemalige Kunstzentrum Werk P2 zu verkaufen, hat der inzwischen nach Köln umgesiedelte Projektentwickler das Bauquartier F nach dem Wegzug der Generali-Versicherung zurückgekauft. Dorthin sollen hauptsächlich gewerbliche Mieter umziehen, die ihre bisherigen Flächen im Werk P2 nicht kaufen wollen oder können.

Gewerbliche Nutzung

Seit gut einem Jahr stehen die Räume in dem Bürogebäude mit knapp 2500 Quadratmetern Nutzfläche an der Max-Ernst-Straße leer. Im Dezember 2013 zog die Generali Deutschland Services, ein interner Logistik-Dienstleister des Versicherungskonzerns, mit 90 Mitarbeitern nach Köln an den Hansaring um. „Wir wollten unsere Mitarbeiter an einem Standort zusammenführen“, erklärt Generali-Sprecher Dirk Brandt den Rückzug aus Hürth.

Reiter kaufte das Gebäude, das er 2001 fertiggestellt hatte, von einem Investor zurück und wollte dort zunächst 30 Wohnungen einrichten – ursprünglich sei das Gebäude auch einmal als Wohnhaus geplant gewesen. Nun soll es aber bei einer gewerblichen Nutzungen bleiben. Damit habe man verhindern können, dass Unternehmen aus Hürth abwandern, erklärt Daniel Reiter, Junior-Chef der Bernd-Reiter-Gruppe. Unter anderem werde das Unternehmen „Project Floors“, das von Efferen aus hochwertige Bodenbeläge vertreibt, aus dem Werk P2 ins Quartier F umziehen, das zu einem neuen „Business-Center“ werden soll. „80 Prozent der Mieter kommen aus dem Werk P2“, sagt Projektentwickler Bernd Reiter. „Die bleiben damit am Standort und ziehen nur einmal um die Ecke.“

Unterdessen läuft die Vermarktung des Werk P2 nach Angaben des Projektentwicklers nach Plan. Viele Bestandsmieter der über 90 Gewerbeeinheiten hätten Interesse bekundet, ihre Flächen zu kaufen, andere suchen noch nach Investoren, die als Vermieter einspringen. Auch von außerhalb gebe es große Nachfrage, betont Bernd Reiter: „Wir führen aussichtsreiche Verhandlungen mit kreativen Unternehmen aus der Medienbranche.“

Im 1996 fertiggestellten Werk P2 stehen Lofts, Ateliers und Penthäuser mit Flächen zwischen 60 und 1000 Quadratmetern und Deckenhöhen zwischen drei und zehn Metern teils für kombinierte für Gewerbe- und Wohnungnutzung zur Verfügung. „Das ist die Chance für Menschen, die Wohnen und Arbeiten verbinden wollen, wirklich außergewöhnliche Räume zu kaufen, die sonst so auf dem Markt nicht zur Verfügung stehen“, wirbt Reiter für das Objekt. Durch kleinere Umbauten sollen auch kleinteilige Büroflächen ab 25 Quadratmetern entstehen. Bis Ende des Jahres will Reiter das markante Gebäude komplett verkauf haben.