SpVg Frechen 20 übernimmt die Tabellenführung – Hürth hält die Null, Königsdorf unterliegt
Fußball-Mittelrheinliga:Frechen 20 schießt sich an die Spitze

Rechtfertigt seine Aufstellung: Der Zwanziger Simon Reetz (r.) verantwortet die Führung.
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Am ersten Spieltag der Fußball-Mittelrheinliga setzt sich die SpVg Frechen 20 mit einem klaren Sieg gleich mal ganz keck an die Spitze des Klassements. Aufsteiger FC Hürth hält in früher Unterzahl einen Punkt fest, während sich der TuS BW Königsdorf deutlich geschlagen geben muss.
SpVg Frechen 20 – TuS Chlodwig Zülpich 4:0 (2:0). Ende der siebziger Jahre schnupperte der Aufsteiger aus Zülpich bereits Verbandsligaluft, damals war es noch die vierte Liga. Die Vorfreude war daher riesig. Im Kurt-Bornhoff-Sportpark zahlten die Gäste zunächst reichlich Lehrgeld.
Anfangs begannen beide Team noch zaghaft und ohne Tempo, ohne gefährlich zu werden. Viele unsaubere Abspielfehler unterliefen beiden Teams. Die Zwanziger nahmen dann jedoch Mitte der ersten Hälfte Fahrt auf. Die Gästeabwehr wirkte zunehmend verunsichert und planlos. Mit Diagonalbällen überwanden die Gastgeber die Abwehrkette des TuS. So entstand auch der Führungstreffer. Andrii Tykhonow spielte seine Schnelligkeit aus und bediente Simon Reetz in der Mitte. Sein Kopfball ging an den Innenpfosten und tänzelte dann auf der Torlinie herum. Der Rettungsversuch von Lucas Carell landete dann im eignen Tor.
Die Zwanziger aus Frechen riechen Lunte und beginnen furios
Nun waren die Frechener regelrecht angezündet und erspielten sich reihenweise Möglichkeiten. Artur Strada Prüfer setzte sich am Flügel durch. Seine perfekt getimte Flanke fand Reets im Strafraum. Der versenkte den Kopfball mühelos ins Tor. Es war der schönste Umschaltmoment der Gastgeber. TuS-Keeper Jan Beyers verhinderte mit mehreren Parade einen höheren Rückstand.
Der Aufsteiger aus Zülpich rettete sich dann in die Halbzeit. Nach einer Umstellung in der Abwehr wurden die Gäste in der zweiten Hälfte druckvoller. Der direkte Abschluss von Marvin Iskra verfehlte nur knapp das gegnerische Tor. Vereinzelt wurde es nach Eckstößen im Strafraum der Platzherren gefährlich. Da hätte der ein oder andere Ball sicherlich einmal durchrutschen können.
Frechen überzeugt mit den präziseren Automatismen
Die Zwanziger verpassten die Vorentscheidung nach einem Einwurf und einer Kopfballverlängerung, da das Leder nur gegen die Latte klatschte. In der Schlussviertelstunde baute der frisch eingewechselte Kyrylo Galushyn die Führung weiter aus. Nur drei Minuten später verursachte Jan Beyers einen Strafstoß, den Zwanzigs Tobias Stecker sicher verwandelte.
Dann verpassten es die Platzherren, das Ergebnis weiter auszubauen. Auf den Gegner wartet noch viel Arbeit. Natürlich stimmte der Einsatz von der ersten Minute an. Frechen war jedoch griffiger und deutlich genauer bei den schnellen Umschaltmomenten.
„Wir hatten in der zweiten Hälfte eine Phase von zehn Minuten, wo wir uns das Leben selbst schwer gemacht haben und nicht so wach waren. Nach zwei Wechseln lief es wieder in die gewünschte Richtung.“, betonte Frechens Coach Patrick Friesdorf-Weber.
SpVg Frechen 20: Akar, Deveci (82. Deniz), Ali, Taskale, Dilley, Stupp, Tykhonow, Reetz (81. Conte), Prüfer (73. Kyrylo Galushyn), Mundl (63. Zielinski), Stecker.
FC Hürth – FC Hennef 0:0. Mit einer emotionalen Achterbahn startete der FC Hürth im Salus Park die neue Saison. „Wir sind gut reingekommen und hatten direkt zwei Großchancen“, erläuterte FCH-Coach Nico Beck. Terence Osazie Okoeguale und Dana Hafthalla ließen die beiden Chancen jedoch liegen. Nach einer halben Stunde folgte der Knackpunkt, als Sekou Cheick Conde nach einer Notbremse, die Rote Karte sah.
„Das Stürmer kreuzt gut und Sekou kommt einen Tick zu spät“, bilanzierte Beck weiter. Von diesem Zeitpunkt an war es ein einseitiges Spiel, indem Hürth alles gut wegverteidigte und am Ende sogar noch zwei Konterchancen nicht optimal ausspielte. Kevin Kraus hielt mit überragenden Paraden den Punkt für Hürth fest.
FC Hürth: Kraus, Paczulla, Al-Ali, Conde, Hafthalla (39. Hoffmann), Ehret, Okoeguale (61. Sopo), Fetzner, Luerken (70. McKenna), Stollenwerk (84. Tittes), Bonsu (90.+2 Fesli).
SSV Bornheim – TuS BW Königsdorf 4:1 (3:1). Es war ein Spiel auf Augenhöhe an der Wallrafstraße. Der Unterschied bestand darin, das Bornheim die Fehler des Gegners eiskalte nutzte, während Königsdorf nicht davon profitierte. Die Führung der Gastgeber glich Yuki Koyama mit einem herrlichen Kopfballtor aus. Vor dem Seitenwechsel wurde es dann turbulent und der SSV zog davon.
Mit dem 4:1 unmittelbar nach Wiederbeginn war die Messe dann gelesen. „Der Gegner hat eiskalt unsere kleinen Fehler genutzt. Der Sieg war auf alle Fälle auch verdient“, räumte TuS-Coach Takahito Ohno ein. Mate Herbak ließ gleich zwei großartige Möglichkeiten liegen. Yannik Lamberz und Yuki Koyama jeweils eine.
TuS BW Königsdorf: Hellingrath, Khvedelidze, Kleinknecht, Lamberz, Pesch, Koyama, Tönnis, Herbak, Maruki, Hoge, Catkaya.