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Neuer Kreislandwirt Willi WinkelhagVom Feld an den Schreibtisch

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Rhein-Erft-Kreis/Hürth – Rhein-Erft hat einen neuen Kreislandwirt. Der 60-jährige Hürther Landwirt Willi Winkelhag hat damit ein weiteres, für die Landwirtschaft wichtiges Amt, im Kreis übernommen. Zur Stellvertreterin wählten die Mitglieder der Kreisstelle bei der Landwirtschaftkammer NRW die Kerpenerin Verena Wolff.

Winkelhag tritt die Nachfolge von Heinz Everhard Faßbender aus Erftstadt-Erp an, der das Amt 18 Jahre lang geführt hatte und auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Nachfolger Winkelhag ist verheiratet und hat zwei Söhne. Beide sind in der Landwirtschaft tätig, einer im elterlichen Betrieb.

Der Stotzheimer wurde mit großer Mehrheit gewählt. „Das hat mich sehr gefreut und zeigt mir, dass die Landwirte im Kreis mich in diesem Amt auch wollen“, sagt Winkelhag. Auf den Mann, der Anfang des Jahres auch zum Vorsitzenden der Kreisbauernschaft im Rheinischen Landwirtschaftsverband gewählt worden war, wartet viel Arbeit. Im April sagte er zwar noch: „Ich mache zu viel“, aber das scheint typisch für den Mann zu sein.

Neben der Feldarbeit kommt jetzt viel Schreibtischarbeit dazu. Von Streitigkeiten oder sonstigen Problemen unter Berufskollegen bis hin zur Fragen der Flurbereinigung und dem damit verbundenen Tausch von Flächen ist jetzt auch Gremienarbeit bei der Landwirtschaftskammer, einer berufsständischen Selbstverwaltungskörperschaft, angesagt. Winkelhag ist zum Beispiel automatisch Mitglied im obersten Beschlussorgan der Kammer, der Hauptversammlung, die aus 174 Mitgliedern besteht. Dort wird zum Beispiel der Haushalt für die Kammer beschlossen. Ansonsten beschreibt Winkelhag das neue Amt so: „Ich bin der oberste Repräsentant der Landwirte.“ Dieser Umstand sorgt für eine Fülle von Terminen. Am 17. November geht es los mit einem Besuch bei Landrat Michael Kreuzberg. Beim Empfang für die Landwirte wird er Bilanz für das ausklingende Jahr ziehen.

Gleich mit Beginn der Amtszeit plagen den neuen Kreislandwirt organisatorische Probleme. Winkelhag muss kurzfristig einen neuen Leiter für die Kreisstelle der Kammer in Auweiler suchen. Franz-Josef Schockemöhle wird das Amt wohl zu Beginn des Jahres aufgeben.

Als ein großes Probleme für die Bauern im Kreis bezeichnet Winkelhag den Verlust von Acker- und Weideland. Darum wird er sich kümmern und dabei den Lindenhof, der seit 1937 im Familienbesitz ist, weiter bewirtschaften, Rüben, Gerste und Weizen anbauen. Neben dem Raps blühen bei Winkelhag im Frühjahr auch Tulpen.