Prozess in KölnBedburger foltert und missbraucht Ex-Freundin

Der Angeklagte beim Prozess am Landgericht Köln
Copyright: dpa Lizenz
Köln – Wochenlang soll er seine Ex-Freundin eingesperrt, gefoltert und vergewaltigt haben - jetzt steht ein 47-Jähriger vor Gericht. Am Mittwoch begann vor dem Kölner Landgericht der Prozess gegen den Mann aus Bedburg. Der Anklage zufolge war er über die Frau hergefallen, als sie ihn im Juli 2013 besuchte. Von diesem Tag an soll er sie in seiner Wohnung oder im Keller gefangen gehalten und misshandelt haben. Erst nach eineinhalb Monaten konnte sie flüchten. Nach Angaben seines Verteidigers bestreitet der Angeklagte die Vorwürfe.
Laut Anklage hatte der Mann sein Opfer unter anderem gewürgt, geschlagen und getreten. Er drohte der Frau demnach mit dem Tod, sollte sie ihm nicht gehorchen. In der Folge habe er seine Ex-Partnerin gezwungen, nackt in der Wohnung herumzulaufen und für ihn zu kochen und zu putzen. Oft habe er ihre Hand- und Fußgelenke mit Kabelbindern gefesselt, teilweise sogar Seile daran befestigt und sie damit an einem Haken unter der Zimmerdecke aufgehängt. Fast täglich soll er die Frau brutal vergewaltigt und unter anderem mit glühenden Zigaretten und Metallklammern gefoltert haben.
Wenn Besuch kam, habe der Angeklagte sein Opfer im Keller des Mehrfamilienhauses versteckt, sagte der Staatsanwalt. Schließlich sei ihr durch ein Kellerfenster die Flucht gelungen.
Der erste Verhandlungstag endete mit der Verlesung der Anklageschrift. Der Verteidiger des 47-Jährigen kündigte am Rande des Prozesses an, sein Mandant werde eine Aussage machen und seine Version des Geschehens erzählen. Für den bis Februar 2015 terminierten Prozess sind zahlreiche Zeugen geladen, unter anderem Besucher und Nachbarn des Angeklagten. Der Prozess wird am 11. Dezember fortgesetzt. (dpa)
