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Von Lkw überroltProzess um überfahrenen Pulheimer Jungen ist für  Oktober angesetzt

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An das Unglück erinnert eine Gedenkstätte mit Plüschtieren, Tafeln mit Sprüchen und batteriebetriebenen Grablichtern.

Eine liebevoll gestaltete Gedenkstätte erinnern an den tödlichen Unfall.

Der Prozess hatte sich mehrfach verzögert, auch, weil eine Richterin befangen und ein Richter in den Ruhestand gegangen war.

Das Amtsgericht Bergheim hat einen Termin für den Prozess um den Tod des zehnjährigen Schülers Henry festgesetzt. Die Hauptverhandlung sei für Mittwoch, 28. Oktober, 9 Uhr, im Amtsgericht Bergheim anberaumt, schreibt Dr. Gabriele Schotten in einer E-Mail an die Redaktion. Bislang sei ein Verhandlungstag angesetzt.

Ein Lkw hatte den zehnjährigen Jungen am 18. September 2023 am Paul-Decker-Platz in Pulheim überrollt. Der Junge starb wenige Stunden später in einem Krankenhaus. Die Anklage wirft dem Fahrer fahrlässige Tötung vor. Er soll das Kind beim Abbiegen nach rechts auf die Venloer Straße übersehen haben.

Pulheim: Richterin war befangen

Die Verhandlung vor dem Amtsgericht hatte sich mehrfach verzögert, auch, weil nach Angaben von Gabriele Schotten bei der zuständigen Richterin „eine persönliche Nähe zu einem der Verfahrensbeteiligten bestand“. Ferner sei der ehemals zuständige Richter zum Ende des Jahres 2025 in den Ruhestand gegangen, so dass es einen erneuten Richterwechsel gegeben habe.

Der nun zuständige Richter hatte mit Beschluss vom 5. Mai 2026 das Hauptverfahren eröffnet. Er habe damit deutlich gemacht, dass nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen der Angeklagte einer Straftat hinreichend verdächtig erscheint, hatte die Direktorin des Amtsgericht zuletzt mitgeteilt.

Die Nachricht vom Tod des Jungen hatte viele Menschen erschüttert. Zu Hunderten waren Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer einem Aufruf des Aktionsbündnisses Kidical Mass gefolgt. In einer kilometerlangen Demonstration forderten sie sichere Schulwege für Pulheim. Einer gleichnamigen Petition schlossen sich in kürzester Zeit mehr als 10.000 Unterstützer an.

An das Unglück erinnern auch nach all den Jahren ein weiß lackiertes Fahrrad und eine Gedenkstätte mit Zeichnungen, Plüschtieren, Tafeln mit Sprüchen und batteriebetriebenen Grablichtern.