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Neues SchulzentrumPulheimer Bürger können Anregungen und Bedenken äußern

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Das alte Pulheimer Hallenbad dient Geflüchteten als Unterkunft.

Die maroden Unterkünfte auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbades sollen ersetzt werden.

Die Verwaltung geht davon aus, dass mindestens drei Jahre vergehen könnten, bis der zugrundeliegende Bebauungsplan rechtskräftig ist.

In Kürze sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Voraussichtlich von Donnerstag, 10. September, bis Dienstag, 13. Oktober, werden der Entwurf des Bebauungsplans BP 171 „Gemeindebedarfszentrum Pulheim, Bereich Am Sportzentrum, Peter-Kanters-Allee, Worringer Straße, Zur offenen Tür“ und die Begründung im Rathaus, Alte Kölner Straße 26, ausgehängt. In diesem Zeitraum können die Bürgerinnen und Bürger Anregungen und Bedenken vorbringen.

Bekanntlich plant die Stadt auf dem rund 86.000 Quadratmeter umfassenden Gebiet (entspricht rund zwölf Fußballfeldern) Sportflächen und Wohnraum für Geflüchtete. Zentrales Element der Planung ist ein neues Schulzentrum auf dem städtischen Grundstück „Im Winterloch“, auch Reiherwiese genannt. Auch eine Potenzialfläche für ein Feuerwehrgerätehaus ist in dem Rahmenplan vorgesehen.

Pulheim: Unterkünfte müssen Stellplätzen weichen

Der Neubau der Marion-Dönhoff-Realschule (MDR) für rund 700 Schülerinnen und Schüler ist im südlichen Bereich des Grundstücks vorgesehen. Im nördlichen Bereich, unterhalb der Peter-Kanters-Allee, ist der Neubau des sechszügigen Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG) mit rund 1400 Schülerinnen und Schülern geplant. Die Verwaltung geht davon aus, dass mindestens drei Jahre vergehen könnten, bis der Bebauungsplan Nr. 171 rechtskräftig ist.

Weiterhin ist vorgesehen, dass die maroden Unterkünfte auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbades und nahe dem Jugendzentrum Pogo, die laut Stadtverwaltung „am Ende der maximal möglichen Nutzbarkeit“ sind, ersetzt werden. Durch Wohnraum, der als Dauerlösung gedacht ist. Die an das Kraftwerk des Pulheimer SC angrenzenden Unterkünfte für Geflüchtete sollen Stellplätzen für die geplante Modulsporthalle weichen. Die Bauarbeiten beginnen wohl im Frühjahr 2027.

Stadtrat vertagte Entscheidung über viertes Containergebäude

Um zu verhindern, dass die baufälligen Unterkünfte geschlossen und Geflüchtete in Turnhallen untergebracht werden müssen, möchte die Verwaltung ein viertes Containergebäude auf dem Gelände zwischen Bernhardstraße und Laurentiusweg in Pulheim-Brauweiler errichten lassen. Wie berichtet, hat der Stadtrat die Entscheidung Mitte Juli vertagt.

Die Verwaltung soll zunächst klären, ob die drei Gebäude für Geflüchtete am Laurentiusweg für Schulzwecke umgebaut werden können. Wie in der Masterplanung Schulen vorgesehen, soll die Richezaschule ab 2032 auf das Gelände ziehen, während an ihrem alten Standort an der Mathildenstraße in Brauweiler ein Neubau entsteht. Diese Informationen sollen der Politik schnellstmöglich nach den Sommerferien vorgelegt werden.

Der Entwurf des Bebauungsplans wird im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Demografie in der zweiten Etage des Rathauses ausgehängt. Er ist außerdem online abrufbar. Interessierte können ihre Stellungnahme über den Link abgeben, sie per Post (Stadt Pulheim, Alte Kölner Straße 26, 50259 Pulheim) oder per E-Mail an die Stadt verschicken.