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Rätselwanderung in ErftstadtVon Schloss Gracht bis Burg Blessem

6 min

Bild 1: Schloss Gracht

Erftstadt – Bei einer Wandertour Buchstaben suchen, sie zu einem Lösungswort zusammensetzen und gewinnen – das ist das Motto unserer Rätselwanderungen, die pünktlich zu den Osterferien beginnen. Diesmal führt uns ein fünf Kilometer langer Rundkurs unter anderem nach Liblar, Blessem und Frauenthal. Unterwegs suchen wir ein Lösungswort mit zehn Buchstaben.

Die Wanderung beginnt an einem geschichtsträchtigen Ort: am Schloss Gracht in Liblar. Am 2. März 1829 erblickte hier Carl Schurz das Licht der Welt. Er machte als Freiheitskämpfer in der Märzrevolution von sich reden, bevor er in die USA auswanderte, mit Abraham Lincoln gegen die Sklaverei kämpfte und später Innenminister der USA wurde.

Am Schloss Gracht (Fritz-Erler-Straße 1) stehen Parkplätze zur Verfügung. Vor der Brücke zum Haupteingang des Schlosses, das heute die European School of Management and Technology beherbergt und nicht zu besichtigen ist, führt unser Weg nach links in den Schlosspark. Wir folgen einer Rechtskurve und sehen nach etwa 100 Metern das Haupthaus des Schlosses mit Wasserbrücke (Bild 1). Davor weist ein Schild am Boden unter anderem darauf hin, auf wessen Initiative die Brücke in den Jahren 2001/2002 renoviert worden ist. Von dem ersten Wort des Namens notieren wir den zweiten Buchstaben für das Lösungswort.

Weiter geht es durch den Schlosspark. Wir folgen dem Weg, der hinter dem Schloss nach rechts führt. Wir gehen an einem kleinen Teich vorbei, bevor wir nach weiteren 100 Metern wieder nach rechts abbiegen. Mit gutem Blick auf die Rückseite des Schlosses wandern wir 150 Meter weiter, bevor wir auf einen asphaltierten Weg treffen. Hier biegen wir nach links ab und verlassen den Schlosspark wenige Meter später. Wir stoßen auf die Grachtstraße, an der wir nach rechts abbiegen, und gelangen kurz darauf zur Kreuzung mit der Carl-Schurz-Straße. Hier geht es nach links.

Etwa 300 Meter bleiben wir auf der Carl-Schurz-Straße und stoßen dann auf die große Ampelkreuzung mit der Bliesheimer Straße und der Frauenthaler Straße. Wir biegen nach rechts in die Frauenthaler Straße nach Blessem ab. Nach etwa 200 Metern werden die Besucher am Ortseingang von einem hübsch gestalteten, hölzernen Schild begrüßt (Bild 2). „Willkommen in Blessem“ ist darauf zu lesen. Um unser Rätsel zu lösen, betrachten wir den Schriftzug auf der Rückseite des Schildes und notieren den zweiten Buchstaben des zweiten Wortes.

Wir folgen der Frauenthaler Straße weiter und gelangen nach etwa 150 Metern zu einem Kreisverkehr, den eine Skulptur aus Basaltstein ziert (Bild 3). Sie stammt von dem Steinmetz Georg Müller und zeigt die Blessemer Burg, die wir später auf unserer Wanderung noch sehen werden. Wir gehen weiter geradeaus, notieren aber für unser Lösungswort den Anfangsbuchstaben der Straße, die am Kreisverkehr nach links abzweigt.

Nach 200 Metern biegen wir von der Frauenthaler Straße nach rechts in die Klarastraße ab. Auf der rechten Seite erreichen wir nach etwa 120 Metern die Pfarrkirche St. Michael (Bild 4). Das Gotteshaus, zu dem ein separat stehender Turm gehört, wurde 1961 nach den Plänen des Architekten Werner Ingendaay errichtet. Von der Straße aus gesehen links, vor der Westseite der Kirche, lädt eine Sitzbank zur Rast ein. Auf der Rückenlehne weist ein Schild darauf hin, dass die Bank gestiftet worden ist. Von dem Schriftzug notieren wir den letzten Buchstaben des ersten Wortes in der dritten Zeile.

Wir folgen weiter der Klarastraße, bevor wir nach etwa 300 Metern auf die Radmacherstraße stoßen. Wir biegen nach links ab. Wenig später erreichen wir die Burg Blessem (Bild 5), von der nur die Vorburg erhalten ist. Erstmals erwähnt wird das Bauwerk im Jahr 1363. Im Jahr 1898 wurde ein dreigeschossiges Wohnhaus mit einem Turm hinzugefügt. Heute sind in der Burg unter anderem Reitställe untergebracht.

Den nächsten Buchstaben für unser Lösungswort finden wir links neben der Einfahrt zur Burg. Dort ist die Hausnummer 9 angebracht, und darunter befindet sich ein rundes, blaues Schild, auf dem man lesen kann, was auf der Burg Blessem ebenfalls angeboten wird. Von dem Wort notieren wir den achten Buchstaben, den wir für das Lösungswort gleich zweimal benötigen.

An der Burg biegen wir nach links ab, wir befinden uns immer noch auf der Radmacherstraße. Nach etwa 100 Meter, direkt vor der Gaststätte „Blessemer Eck“, geht es nach rechts in die Frauenthaler Straße. Wir gehen an weiteren Reiterhöfen vorbei und erreichen nach rund 200 Metern die Erft. Direkt vor dem Fluss biegen wir nach links auf den Feldweg ab und wandern nun etwa einen Kilometer an der Erft entlang, bevor wir auf die B 265 stoßen. Wir unterqueren die Brücke, über die die Bundesstraße verläuft, und biegen danach nach links ab. Wir befinden uns nun wieder auf der Carl-Schurz-Straße, auf der, wie wir wenig später lernen, schon die alten Römer wandelten.

Wir folgen einer Linkskurve und erreichen nach etwa 150 Metern die Mansio Erftstadt (Bild 6). Der Rast- und Informationsplatz signalisiert, dass hier einst die Römerstraße entlangführte. Hier befand sich auch die Römervilla Frauenthal. Auf einem Informationsschild in dem kubischen Mansio-Pavillon erfahren wir viel Wissenswertes, und wir finden dort auch den nächsten Buchstaben für unser Rätsel. „Willkommen im Erlebnisraum Römerstraße“ ist dort zu lesen. Das Wort darunter bezeichnet die Straße genauer, auf der wir uns gerade befinden. In der Römerzeit führte sie von der Eifel an Erftstadt vorbei nach Köln. Wir benötigen den ersten Buchstaben des Namens.

Wir wandern weiter auf der Carl-Schurz-Straße und gelangen nach etwa 400 Metern zum Marienhospital Frauenthal. Kurz vorher entdecken wir auf der rechten Straßenseite eine Station des Erftstädter Planetenwegs (Bild 7). Welcher Planet ist hier maßstabsgetreu dargestellt? Für unser Lösungswort benötigen wir den dritten Buchstaben seines Namens, den wir dem Info-Schild entnehmen können. Auch diesen Buchstaben benötigen wir zweimal.

Der Planetenweg beginnt übrigens im Gesundheitsgarten des Marienhospitals und erstreckt sich über sechs Kilometer bis nach Erp. Wir gelangen nun wieder zur großen Ampelkreuzung. Wir überqueren sie geradeaus und bleiben auf der Carl-Schurz-Straße. Nach 450 Metern erreichen wir linker Hand die Liblarer Pfarrkirche St. Alban. Wir schwenken aber nach rechts auf den Carl-Schurz-Platz ein. Hier treffen wir ihn wieder, unseren Freiheitskämpfer. Carl Schurz ist auf dem Platz ein Denkmal gewidmet (Bild 8). Der Inschrift können wir auch entnehmen, in welchem Ort er am 14. Mai 1906 gestorben ist. Von dem Namen der Stadt notieren wir den zweiten Buchstaben.

Unser Lösungswort ist komplett. Nun gilt es nur noch, die zehn Buchstaben in die richtige Reihenfolge zu bringen, während wir den Platz überqueren, geradeaus weitergehen und nach etwa 100 Metern wieder zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, zum Schloss Gracht, gelangen.

Der Rundweg verläuft über etwa fünf Kilometer durch flaches Gelände über meist gut ausgebaute Wege. Lediglich der Feldweg an der Erft entlang ist etwas holprig. Einkehrmöglichkeiten gibt es in Blessem im „Blessemer Eck“, Frauenthaler Straße 109, und im Gasthaus „Zur kleinen Rast“, das an der Frauenthaler Straße direkt an der Erft gelegen ist. Zahlreiche weitere Gastronomiebetriebe gibt es in Liblar.