Abo

Tödlicher Badeunfall in Erftstadt36-Jähriger Kerpener ertrinkt nach Party im Liblarer See

2 min

Am Dienstagmorgen ist ein Mann im Liblarer See ertrunken.

Erftstadt-Liblar – Schreckliches Ende einer Strandparty. Ein 36 Jähriger Kerpener ertrank im Liblarer See. Die Notärzte versuchten vergeblich, ihn wiederzubeleben.Mit Freunden hatte sich 36-jähriger Mann aus Kerpen am Montagabend am Liblarer See gefeiert. Bis tief in die Nacht ging die Party. Dann wollten einige aus der Gruppe gegen 5 Uhr noch im See schwimmen. Die Freunde hatten bereits das Ufer am Sandstrand wieder erreicht, als sie den 36-Jährigen plötzlich nicht mehr im Wasser sahen. Einige suchten den Kerpener, während andere umgehend die Rettungskräfte und Polizei alarmierten.

Sonarboot angefordert

Sowohl die Einsatzkräfte der Hauptwache als auch die freiwilligen Helfer der Löscheinheiten Köttingen und Liblar eilten unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Bernd Klösgen zum Strandbad. Während die Wehrmänner das Ufer absuchten, war die Tauchereinheit der Berufsfeuerwehr Köln auf den Weg nach Erftstadt. Ebenso forderte der Einsatzleiter einen Hubschrauber an, der aus der Luft mit Hilfe einer Wärmebildkamera Ausschau nach dem Vermissten halten sollte.

Auch ein spezielles Suchboot der Feuerwehr aus Köln-Fühlingen wurde zur Unterstützung an den Liblarer See gebracht. „Bei dem Boot handelt es sich um ein Sonarboot. Durch Schallimpulse ist damit die Ortung auch von Personen unter Wasser möglich“, erklärte Elmar Mettke, Pressesprecher der Feuerwehr Erftstadt an der Einsatzstelle. Doch sowohl Hubschrauber als auch Boot kamen nicht mehr zum Einsatz. Denn die Taucher fanden die Vermissten bereits nach etwa zwei bis drei Minuten. Die Freunde konnten die Einsatzkräften ziemlich genau zeigen, wo sie den 36-Jährigen zuletzt im Wasser gesehen hatten.

In etwa zwei Meter Tiefe entdeckten sie den Vermissten etwa 30 Meter vom Ufer entfernt, außerhalb der offiziellen Badezone. Zu diesem Zeit war der Kerpener allerdings schon länger Zeit unter Wasser und somit ohne Sauerstoff.

Der Notarzt und mehrere Rettungsassistenten begannen am Ufer sofort mit den Wiederbelebungsversuchen. Doch alle medizinischen Bemühungen blieben erfolglos. Familienangehörige und Freunde wurden zunächst von den Einsatzkräften und später von einem Notfallseelsorger betreut. Wie Feuerwehrsprecher Elmar Mettke erklärte, sei nicht ganz auszuschließen, dass der Verunglückte unter Alkoholeinfluss gestanden habe. Die Spurensicherung der Polizei, die den Uferbereich absuchte, habe leere Flaschen am Ufer gefunden. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen laut Polizei nicht vor. Die Ermittler gehen von einem Unglück aus.