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Unwetter im Rhein-Erft-KreisMehr als 200 Feuerwehreinsätze nach Starkregen und Hagel

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Das Familienzentrum in Elsdorf ist schwer betroffen – ein Baum stürzte auf den Kindergarten.

Das Familienzentrum in Elsdorf ist schwer betroffen – ein Baum stürzte auf den Kindergarten.

Schwere Unwetter mit Starkregen und Hagel sorgen im Rhein-Erft-Kreis für über 200 Feuerwehreinsätze und massive Schäden.

Die Schäden sind zum Teil noch gar nicht zu beziffern: Das Unwetter mit heftigen Sturmböen, Starkregen und Hagel hat im Norden des Rhein-Erft-Kreises am Freitagabend (19. Juni) eine Spur der Verwüstung geschaffen. Betroffen waren die Kommunen Bergheim, Elsdorf, Pulheim und Bedburg. Dort wurden die Feuerwehren zu insgesamt 212 Einsätzen gerufen.

Elsdorfs Bürgermeister Andreas Heller äußerte sich am Samstagmorgen schockiert: Ein großer Baum sei auf das Gebäude des Familienzentrums „Haus der kleinen und großen Leute“ in Giesendorf gestürzt und habe es beschädigt. „Alle Eltern werden noch separat informiert. Wir werden deshalb am Montag nur Notbetreuung anbieten können“, entschuldigte er sich.

Bergheim und Elsdorf besonders betroffen: Keller voll Wasser und Sturmschäden an Gebäuden

Auch appellierte er an die Bevölkerung, weder Spielplätze noch Friedhöfe zurzeit zu betreten. „Dort können noch Schäden vorhanden sein, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind – beispielsweise beschädigte Bäume, lose Äste oder andere Gefahrenstellen“, ließ er die Elsdorfer über das soziale Netzwerk wissen.

Bei dem Unwetter gestern ist es in Elsdorf zu erheblichen Schäden gekommen. Es sind viele Äste aus Bäumen gebrochen und teilweise sind ganze Bäume umgestürzt, darunter auch der Baum, der auf den Kindergarten gestürzt ist. Friedhöfe waren gesperrt.

Bei dem Unwetter gestern ist es in Elsdorf zu erheblichen Schäden gekommen. Es sind viele Äste aus Bäumen gebrochen und teilweise sind ganze Bäume umgestürzt, darunter auch der Baum, der auf den Kindergarten gestürzt ist. Friedhöfe waren gesperrt.

Für die Freiwilligen und hauptamtlichen Feuerwehrleute im Norden des Rhein-Erft-Kreises war es eine lange Nacht. In Elsdorf gab es insgesamt 65 unwetterbedingte Einsätze.

„Wie immer bei einer so großen Einsatzlage haben wir vor Ort eine kommunale Kommunikationsstelle (KKS) eingerichtet“, erklärte der Sprecher der Feuerwehr Elsdorf, Hans Peter Brand. Er berichtete auch von insgesamt drei Gebäuden, die sturmbedingt beschädigt wurden. Noch in der Nacht sei auch ein Fachberater des Technischen Hilfswerks dafür rausgekommen, um ein Wohngebäude zu begutachten.

„Alle unsere Einheiten waren im Einsatz“, erklärte Brand. Der kommunale Ordnungsdienst habe auch mitgeholfen, die Friedhöfe und Spielplätze abzusichern und so zu kennzeichnen, dass sie erst einmal nicht betreten werden dürfen.

Mit über 120 Einsätzen hatte die Feuerwehr in Bergheim zu tun. „Hier waren es zu etwa 70 Prozent Wasser-Einsätze – bedingt durch den heftigen Starkregen“, erklärte der Sprecher der Bergheimer Feuerwehr, Sebastian Draxl.

Autofahrer erleben gefährliche Unwettersituation auf der Strecke Bergheim–Bedburg

Privat war er beim Ausbruch des Unwetters gegen 18.20 Uhr gerade von Bergheim über Elsdorf nach Bedburg gefahren. „Das war schon extrem“, sagte er. Viele Fahrzeuge seien aufgrund des Hagels geradezu fluchtartig zu verschiedenen Unterstellmöglichkeiten gefahren – Brücken, Tankstellen, aber auch größeren Bäumen. Schon auf der Fahrt sei ihm durch den Kopf gegangen: „Dieser Abend wird anders als geplant.“

Bei dem Unwetter gestern ist es in Elsdorf zu erheblichen Schäden gekommen. Es sind viele Äste aus Bäumen gebrochen und teilweise sind ganze Bäume umgestürzt, darunter auch der Baum, der auf den Kindergarten gestürzt ist. Friedhöfe waren gesperrt.

Bei dem Unwetter gestern ist es in Elsdorf zu erheblichen Schäden gekommen. Es sind viele Äste aus Bäumen gebrochen und teilweise sind ganze Bäume umgestürzt, darunter auch der Baum, der auf den Kindergarten gestürzt ist. Friedhöfe waren gesperrt.

Tatsächlich hat Draxl dann von zu Hause aus die mehr als 120 Einsätze mit koordiniert. In Bergheim wurde Stadtalarm ausgelöst. Und bald waren auch alle Einheiten im Einsatz.

So wie auch in der Nachbarkommune in Elsdorf wurde auch in Bergheim auf der Feuer- und Rettungswache die kommunale Koordinierungsstelle (KKS) eingerichtet.

„Schwerpunkte der Einsätze lagen in den Stadtteilen Glesch, Paffendorf, Zieverich, Kenten und Bergheim – dort sind viele Keller voll Wasser gelaufen, teilweise stand es bis zu 30 Zentimeter hoch“, schilderte Feuerwehrsprecher Thomas Junggeburth die Einsatzlage.

Dramatisch war die Lage zum Beispiel auch in Paffendorf – an der Straße Bohnenfeld – gewesen, wo das auf einem Feld stehende Wasser drohte, in ein Wohngebäude zu dringen. An einem Gebäude an der Heisenbergstraße habe das Wasser in einem 120 Quadratmeter großen Keller etwa 20 Zentimeter hoch gestanden.

Darüber hinaus unterstützten die Bergheimer Feuerwehrleute ihre Kollegen noch aus Elsdorf, als diese eine weitere Drehleiter benötigten. Die Freiwillige Feuerwehr Quadrath-Ichendorf stellte während der Einsätze den Grundschutz für das komplette Stadtgebiet sicher.

Feuerwehren im Dauereinsatz: Bürgermeister danken Einsatzkräften nach schwerem Unwetter

Am Samstagmorgen lobte auch Bergheims Bürgermeister Volker Mießeler seine Feuerwehrmannschaft und dankte ihnen allen von ganzem Herzen für die Einsätze nach dem schweren Unwetter. „Über 120 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aus unseren haupt- und ehrenamtlichen Einheiten haben mit großem Engagement, Professionalität und Einsatzbereitschaft mehr als 100 Einsätze bewältigt“, sagte er.

In Elsdorf ist es bei dem Unwetter von gestern zu erheblichen Schäden gekommen.

In Elsdorf ist es bei dem Unwetter von gestern zu erheblichen Schäden gekommen.

Dabei hätten sie vollgelaufene Keller ausgepumpt, Gefahren durch umgestürzte Bäume beseitigt und den Bürgerinnen und Bürgern in einer herausfordernden Situation schnell und zuverlässig geholfen. Besonders beeindruckend fand auch er, mit welchem Zusammenhalt und welcher Selbstverständlichkeit die Feuerwehr, auch über Stadtgrenzen hinweg, zusammenarbeite.

In Bedburg sprach der Chef der Freiwilligen Feuerwehr, Guido Garbe, von knapp zehn Einsätzen – lose Dachziegel, überflutete Keller, abgebrochene Äste und durch Blätter verstopfte Gullis und überflutete Straßen.

Kräftiger Regen und Sturmböen tobten auch in Pulheim und hielten die Feuerwehrleute in den Freitagabendstunden in Pulheim gut zweieinhalb Stunden auf Trab. Gegen 18.40 Uhr wurden dort die ersten Feuerwehrleute alarmiert.

Äste seien von den Bäumen abgebrochen und blockierten stark befahrene Straßen. „Im Laufe des Abends arbeiteten die hauptamtliche Wache und die Löschzüge Pulheim und Stommeln insgesamt elf sturmbedingte Einsätze in Pulheim, Stommeln und Geyen ab“, berichtete Pulheims Feuerwehrsprecher Wolfgang Schmitt.

Er betonte auch: Insgesamt sei es für Pulheim noch mal glimpflich ausgegangen. „Zumeist mussten Fahrbahnen von Ästen befreit werden“, erklärte er. Massivere Äste seien mit der Kettensäge zerteilt und auf die Seite geräumt worden.

Die Feuerwehr Pulheim war unwetterbedingt mit vier Fahrzeugen und 24 Kräften im Einsatz.