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GerichtsprozessWesselinger wegen Drogenhandels zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

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Das Bild zeigt Kokain auf einem Tisch.

Ein 26-Jähriger konsumierte und dealte mit Kokain. Jetzt wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt.

Der 26-Jährige soll auch eine Nachbarin und Kollegin schwer verletzt haben. Dreieinhalb Jahre Haft.

Zu drei Jahren und sechs Monaten Gefängnis sowie Unterbringung in einer Entziehungsanstalt hat das Landgericht Köln einen 26-jährigen Mann verurteilt, der bewaffneten Handel mit Kokain in Kilomengen betrieb, zudem mit Cannabis dealte sowie eine Nachbarin und Kollegin schwer verletzte, weil sie ihn beim Arbeitgeber und bei der Polizei angezeigt hatte.

Angeklagt waren vor dem Landgericht drei Taten im Zeitraum von Anfang Juli 2025 bis 22. Januar 2026. Aufgrund von Sicherstellungen bei Durchsuchungen in der Wohnung des Mannes und an seinem Arbeitsplatz in einem Großlabor sowie glaubhaften Zeugenaussagen war die Beweislage dicht.

Die Durchsuchungen aufgrund der Anzeige fanden am 11. November 2025 statt. Die Polizei stellte Feinwaagen, Schnellverschlusstüten, sogenannte Eppendorfer Gefäße, kleine durchsichtige Kunststoff-Reagenzgläser mit Schnappdeckel für Proben im Millilter-Bereich für den Handel mit Drogen und den Konsum sowie 7,2 Kilogramm Kokain und knapp 120 Gramm Marihuana sicher. Darüber hinaus fand die Polizei eine Schreckschusspistole, ein Klappmesser und knapp 1.300 Euro Bargeld. Ermittelt wurde zudem, dass der Angeklagte im Juni 2025 ein Kilogramm Kokain besaß.

Arbeitsplatz verloren

Der Verlust des Arbeitsplatzes erzürnte den gelernten Einzelhandelskaufmann derart, dass er die frühere Kollegin mit dem Kopf heftig gegen ein Gefrierfach stieß, als er sie im Januar dieses Jahres in einem Supermarkt antraf. Die Frau erlitt eine Schädelprellung und eine Verstauchung der Halswirbelsäule, so dass sie für eine Woche arbeitsunfähig war. Bei dem Angriff soll er gedroht haben: „Du wirst schon sehen, was du davon hast.“

Kollegen wollen Drogenkonsum mehrfach beobachtet haben Mehrere Kolleginnen und Kollegen, von denen einige im selben Haus in einer Wesselinger Großwohnsiedlung leben, wollen den Drogenbesitz und -konsum des heute 26-Jährigen mehrfach beobachtet haben. „Hast du’s gesehen, das Weiße in dem Beutel?“, will der Lebensgefährte der später Geschädigten seine Partnerin gefragt haben, nachdem beide bei dem Angeklagten etwas abgegeben hatten und durch die Wohnungstür auf einen Tisch sehen konnten.

Dem Zeugen war auch aufgefallen, dass nachts regelmäßig unbekannte Männer seinen damaligen Teamleiter in dessen Wohnung aufsuchten, die nur kurz blieben. Einmal soll der Nachbar eine Pistole bei dem Zeugen liegengelassen haben. Dass er selbst Kokain schnupfte und hochprozentigen Alkohol trinke, räumte der Angeklagte ein. Auf Außenstehende wirkte er nach dem Konsum oft aggressiv. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.